Zistrose (cistus incanus) – Verlässlicher pflanzlicher Helfer in der Erkältungszeit

Zistrose (cistus incanus) – Verlässlicher pflanzlicher Helfer in der Erkältungszeit

Bei uns ist sie nur wenig bekannt, jedoch wird die Zistrose schon in der Bibel erwähnt. Die heiligen drei Könige brachten dem Jesuskind Weihrauch, Gold und Myrrhe als Gaben. Weihrauch und Gold kennen alle. Was aber ist Myrrhe? Es ist das Harz der Balsambaumgewächse und wird schon seit Jahrtausenden zu Heilzwecken genutzt. Genauso ist es mit Labdanum, dem Harz der Zistrose. Auch dieses wird im 1. Buch Mose als besonders wertvolle Geschenkgabe erwähnt.

Schlagzeilen machte die Zistrose 1999, als sie von der Herba Historica zur Europäischen Arzneipflanze des Jahres erkoren wurde.

Botanisch gesehen ist die heilkräftige Zistrose (cistus incanus) gar keine Rose im eigentlichen Sinne, sondern sie bildet eine eigene Gattung. Sie wächst in den sonnenreichsten Macchia-Landschaften Südeuropas auf unberührten, magnesiumreichen Böden und ist mit ihrem feuerfesten Wurzelwerk ein wahrer Überlebenskünstler. Sie gehört zu den polyphenolreichsten essbaren Pflanzen. Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) haben eine stark antioxidative Wirkung. So hat die Zistrose eine weit wirksamere antioxidative Kapazität als Grüner Tee oder Vitamin C. In mehreren Studien, u.a. in Tübingen, Münster und Berlin wurde ebenso die antivirale, die antibakterielle und die fungizide (pilzhemmende) Wirkung bestätigt. Ferner wirkt Cistus incanus entgiftend und bindet Schwermetalle wie Cadmium, das vor allem bei starken Rauchern anfällt oder auch Quecksilber.

Verlässlicher Helfer in der Erkältungszeit

Für die bevorstehende Erkältungszeit sind vor allem folgende Anwendungsmöglichkeiten der Zistrose zu empfehlen: Cystustee hilft vor allem vorbeugend gegen virale und bakterielle Infektionen der Atemwege und steigert die Immunabwehr. Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum, Halsschmerzen und Mandelentzündungen werden hiermit auf natürlichem Wege bekämpft. Cystushalspastillen kommen ebenfalls zum Einsatz. Die Halspastillen enthalten u.a. Zistrosenteeextrakt und helfen am besten bei akut einsetzenden Symptomen. Die Schutzstoffe aus der Pflanze umhüllen die Viren und Bakterien und machen sie so auf physikalischem Weg unschädlich. Sie können nicht mehr in die Zellen eindringen und werden auf natürlichem Weg ausgeschieden.

Gut möglich, dass man dann unbeschadet durch die Erkältungszeit kommt! Entsprechende Präparate sind in Apotheken und teilweise auch in Drogeriemärkten zu erhalten.

 

Foto: Júlio Reis – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=637716

Dieser Beitrag wurde von Judith Heß, Inhaberin der Deutschen Heilpraktikerschule Fulda, verfasst.

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