Psychotherapie Lexikon

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A

Symptome für eine abhängige Persönlichkeitsstörung:

– Erlaubnis an andere wichtige Entscheidungen für das eigene Leben zu übernehmen
– Unterordnung eigener Bedürfnisse unter die der Anderer
– Mangelnde Bereitschaft eigene Bedürfnisse zu äußern
– Großes Gefühl der Hilfslosigkeit, wenn die Person alleine ist, aus Angst nicht für sich Sorgen zu können
– Beschäftigen mit der Furcht verlassen zu werden
– Entscheidungen werden nur getroffen, wenn genügend Ratschläge eingeholt wurden

Mit Abstinenz bezeichnet man eine therapeutische Grundhaltung. Je nach psychotherapeutischer Richtung wird Abstinenz unterschiedlich eingesetzt.

In der Psychoanalyse spricht man vom Analytiker als „weiße Projektionsfläche“. Der Klient erhält absolut keine Informationen über die Person des Analytikers.

In der Schematherapie gehört das Reparenting (Nachbeeltern) zur Konzeption. Der Therapeut ist in seiner Persönlichkeit präsenter. Der Klient erhält Daten des Therapeuten (E-Mail-Adresse oder Fax oder die Mobilnummer), um auch zwischen den Sitzungen Kontakt aufnehmen zu können.

Grundsätzlich für alle therapeutischen Richtungen gilt:

  1. Kein Missbrauch der Vertrauensbeziehung zur Befriedigung eigener Bedürfnisse.
  2. Keine privaten Kontakte zum Klienten oder dessen Angehörigen (frühest. 1 Jahr nach Ende der Psychotherapie)

Die Abwehr dient der Bewältigung von Triebkonflikten und Ängsten. Abwehr ist nicht per se psychopathologisch.

  1. Affektualisierung/Dramatisierung
    Dramatisierung eines Ereignisses oder einer Verhaltensweise
    2. Affektisolierung
    Erlebnisinhalte werden von ihren emotionalen Anteilen abgetrennt/die zugehörigen Gefühle werden dem Bewusstsein entzogen (häufig bei psych. Traumata)
    3. Altruismus
    S
    tellvertretend für unerfüllbare eigene Bedürfnisse werden diese in Form von konstruktiven Verhaltensweisen im Dienst für andere eingesetzt (der Helfer der hilft, um sich nicht mit seinem eigenen Bedürfnis nach Zuwendung auseinandersetzen zu müssen)
    4. Autoaggression
    Aggressive Impulse werden gegen sich selbst gerichtet und nicht gegen die Person, der sie ursprünglich galten, um die Beziehung zu dieser Person nicht zu gefährden.
    5 Entwertung bzw. Idealisierung
    6. Introjektion/Identifikation

    Werte, Anschauungen, Verhaltensweisen oder Anteile einer anderen Person werden in das eigene ICH integriert, so dass diese nicht mehr als Bedrohung von außen erlebt werden.
    7. Projektive Identifizierung
    Unerträgliche, bedrohliche innere Repräsentanzen (innere Anteile) werden in den Anderen verlagert, der stellvertretend Ich-Funktionen übernimmt und sich mit den Anteilen auseinandersetzt. Der Andere wird so manipuliert dass er bspw. die Wut fühlt, von der der „Sender“ überfordert ist.
    Bsp. Anpöbeln eines Passanten: „Ey, willst du Stress?“ In der Psychotherapie werden diese Anteile vom Therapeuten contained und dem überforderten Klienten in „verdauter Form“ zurückgegeben.
    8. Intellektualisierung/Rationalisierung
    Abspaltung des Gefühls zugunsten intellektueller oder rationaler Erklärungen, Triebregungen werden aus ihrem Kontext entfernt
    9. Kompensation
    Frustration auf einem Gebiet wird durch Befriedigung auf anderem Gebiet ausgeglichen
    10. Projektion
    Eigene (abgelehnte oder ersehnte) psychische Inhalte und Selbstanteile (Affekte, Stimmungen, Absichten, Bewertungen, Unzulänglichkeiten) werden anderen Personen zugeschrieben.
    11. Reaktionsbildung/Wendung ins Gegenteil
    nicht erlaubte oder angstbesetzte Inhalte werden durch ihr Gegenteil ersetzt (Bsp. wenn Hass durch überfürsorgliche Liebe ersetzt wird)
    12. Regression
    Unbewusste Reaktivierung von früheren Reaktions- und Verhaltensweisen. Zurückfallen auf eine frühere Entwicklungsstufe, mit dementsprechendem Verhalten. (kindliches Verhalten bei Erwachsenen, wie „Hilflosigkeit“, Weinerlichkeit und Klagsamkeit, Wünsche nach Versorgung)
    gesunde Regression: sich bei Traurigkeit selbst zu „bemuttern“
    13. Spaltung
    Das Selbst oder die anderen werden einseitig entweder als „gut“ oder als „böse“ erlebt, bis hin zum Realitätsverlust. (bei narzisstischer PS oder Borderline-Störungen)
    14. Sublimierung
    ein reifer, gesunder Abwehrmechanismus, konflikthafte Belastungen und die daraus resultierenden Impulse und Affekte zum Vorteil für sich und andere zum Ausdruck bringen
    15. Ungeschehenmachen
    Einsatz von magischen Handlungen und Ritualen (z.B. Sühne), denen eine symbolische Kraft zugeschrieben wird, um eine Strafe bei Verbots- und Gebotsübertretungen abzuwenden; Konfliktbehaftetes wird negiert.
    16. Unterdrückung
    ein reifer, gesunder Abwehrmechanismus, ablenkende Konzentration auf Anderes, bei bewusster Reflektion des Konfliktes
    17. Verdrängung: Verbotene ES-Impulse, die ein Gefühl von Schuld, Scham oder Selbstwertminderung hervorrufen würden, werden in das Unbewusste verdrängt. Diese ES-Impulse (Affekte/ Triebe) tauchen in Träumen, als Fehlleistungen oder als unbewusste Ersatzhandlungen wieder auf.
    18. Verleugnung/Negierung: Leugnung einer unangenehmen äußeren Realität (nicht Wahrhaben-Wollen)
    19. Vermeidung: Triebregungen werden umgangen
    20. Verschiebung: Aufgestaute (meist) feindselige Gefühle auf eine Person/ein Objekt werden auf eine andere verschoben; ursprünglich vorhandene Zusammenhänge werden ausgeblendet oder neu hergestellt. Bedrohlichkeit wird auf ein anderes Objekt verlagert.

Symptomatik:

TRIAS: Unaufmerksamkeit, Überaktivität, Impulsivität
–  Beginn vor dem 7. Lebensjahr
–  Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die kognitiven Einsatz verlangen
–  desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende Aktivität.
– achtlos und impulsiv, neigen zu Unfällen
– werden oft bestraft, weil sie eher aus Unachtsamkeit als vorsätzlich Regeln verletzen
– Beziehung zu Erwachsenen oft von Distanzstörung und Mangel an normaler Vorsicht und Zurückhaltung geprägt.
– bei anderen Kindern unbeliebt und isoliert
– häufig Beeinträchtigung kognitiver Funktionen häufig
– spezifische Verzögerungen der motorischen und sprachlichen Entwicklung
– Sekundäre Komplikationen dissoziales Verhalten und niedriges Selbstwertgefühl

Therapie:
– eindeutige, klare Kommunikation
– Konsequenz im Umgang mit Regeln
– Anklagen vermeiden
– bevor man mit dem Kind spricht, sich seiner Aufmerksamkeit versichern (auf Sichthöhe gehen und auf Augenkontakt achten)
– Beziehungsarbeit, viel Zuwendung, reichlich Bestätigung
Wenn die psychotherapeutischen Interventionen nicht ausreichend sind, wird zusätzlich psychopharmakologisch behandelt: Methylphenidat (Handelsnamen: Medikinet, Ritalin)
für Erwachsene zugelassenes Präparat: Atomoxetin (Strattera®)

 

Das beschreibt eine Gemütsregung, diese kann auch körperlich sichtbar sein. Dieser Begriff beschreibt das Fühlen. Ein gesunder Affekt ist flexibel, situativ wechselnd mit einem breiten Spektrum.

Bsp.: Zorn, Wut, Anspannung oder Errötung des Gesichtes

Diese werden unterschieden in Affektqualitäten und Störungen der Affektmodulationen.

Affektqualitäten

  1. Depressive Verstimmung: negative Tönung der Stimmung, Wahrnehmung und Erleben trübselig,
    2. Gefühl der Gefühllosigkeit: Verlust an emotionalem Erleben
    3. Vitalstörung: Verlust der körperlichen Frische, Last auf den Schultern, Brustenge,
    4. Affektarmut: emotionale Indifferenz, Gleichgültigkeit
    5. Hoffnungslosigkeit, Pessismismus
    6. Ängstlichkeit: Erleben von Bedrohung gegen sich selbst
    7. Euphorie: übersteigertes Wohlbefinden
    8. Dysphorie: mürrisch, nörgelnd
    9. Gereiztheit: Zustand erhöhter Gespanntheit, Bereitschaft zu aggressiven Ausbrüchen
    10. Aggressivität: Neigung zu tätlichen oder verbalen Angriffen
    11. Innere Unruhe: innere Aufregung, Anspannung
    12. Klagsamkeit, Jammerigkeit: getriebenes Klagen
    13. Insuffizienzgefühl: Gefühl von Wertlosigkeit, Unfähigkeit
    14. gesteigertes Selbstwertgefühl: hält sich für besonders stark, begabt, mächtig
    15. Schuldgefühle: fühlt sich für eine verwerfliche Tat verantwortlich (Schuldwahn: unkorrigierbar!)
    16. Ratlosigkeit

Störungen der Affektmodulation:
1. Affektstarre: schwingt mit seinen Affekten im Gespräch nicht mit, wirkt eingefroren
2. Affektlabilität: schneller Stimmungswechsel
3. Affektverharrung: kann sich aus einem Affektzustand nicht lösen (mangelnde Affektkontrolle)
4. Affektinkontinenz: Affekte können nicht zurückgehalten werden (Choleriker, Tränenausbrüche)
5. Parathymie: inadäquate, paradoxe Gefühlsäußerung (Äußerung passt nicht zum vermuteten Gefühl), jedoch nicht als von außen gemacht erlebt, in emotional überfordernden Situationen/Traumata, bei Schizophrenie, Simulation, passt Mimik nicht überein: Paramimie, Störung der Psychomotorik
6. Alexithymie: Unvermögen, die eigenen Gefühle oder die anderer wahrzunehmen, nachzuempfinden und zu beschreiben.
7. Hyperthymie: anhaltende, ungewöhnlich heitere kritiklose Gestimmtheit, die sich in Unbekümmertheit, Oberflächlichkeit und verflachter Affektivität äußert, gelegentlich verbunden mit Umtriebigkeit, Sprunghaftigkeit und dranghafter Betriebsamkeit.

Angst, allein zu sein und im Notfall keine Hilfe zu bekommen

Furcht/Vermeidung von Menschenmengen, öffentlichen Plätzen, allein Reisen,

Reisen mit weiter Entfernung von zu Hause

verbunden mit vegetativen Symptomen: Herzrasen, Schweißausbrüche, Tremor, Mundtrockenheit, Atembeschwerden, Beklemmungsgefühl,

psych. Beschwerden: Schwindel, Schwäche, Benommenheit, Derealisation, Angst vor Kontrollverlust, Todesangst

Dabei handelt es sich um die Bewegungslosigkeit oder Bewegungsarmut. Es gehört zu den  Negativsymptom.

Dabei handelt es sich um eine Störung, die als Reaktion auf eine außergewöhnliche psychische oder physische Belastung entsteht. Eine akute Belastungsreaktion tritt eine Stunde nach dem Ereignis auf und klingt bis spätestens 48 Stunden wieder ab.

Symptome:

  • Rückzug
  • Einengung der Aufmerksamkeit
  • Desorientierung
  • Ärger oder Verbale Aggresion
  • Verzweiflung
  • Sinnlose Überaktivität

Sind gleichzeitig, nebeneinander vorkommende, entgegengesetzte Willensimpulse. Diese unterschiedlichen Willensimpulse machen ein Handeln unmöglich.

Hierbei handelt es sich um zeitliche oder Inhaltliche Erinnerungslücken.

Man unterscheidet:

Retrograde: Die Erinnerung vor einem Zwischenfall werden vergessen.

Antero grade: Die Erinnerungen nach einem Zwischenfall werden vergessen.

 

ist das Ergebnis einer Erhebung im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit. Die Anamnese fasst die Leidensgeschichte eines Patienten aus seiner persönlichen Erfahrung zusammen. Nach dieser Zusammenfassung kann eine passende Therapie ausgesucht werden.

Symptome:

  • Gefühl von starken Zweifeln und übermäßiger Vorsicht
  • Ständiges Beschäftigen mit Regeln, Ordnung, Listen und Plänen
  • Perfektionismus, der die Fertigstellung von Aufgaben behindert
  • Übermäßige Gewissenhaftigkeit
  • Hohe Leistungsbezogenheit unter Verzicht von Vergnügen
  • Übertriebene Pedanterie
  • Bestehen das andere sich den eigenen Gewohnheiten entsprechend verhalten

Symptome:

  • Andauerndes Gefühl von Anspannung und Besorgtsein
  • Überzeugt unbeholfen, unattraktiv und minderwertig zu sein
  • Sorge in sozialen Situationen abgelehnt oder Kritisiert zu werden
  • Kontakt zu anderen nur wenn Sicherheit besteht gemocht zu werden
  • Eingeschränkter Lebensstil wegen dem Bedürfnis nach körperlicher Sicherheit

 

Bei dieser Störung handelt es sich um eine quantitative Essstörung. (Anorexis=ohne Begierde)

Symptome:

  • Gewicht 15% unter Normalgewicht/ BMI<17,5
  • Gewichtsverlust wird selbst herbeigeführt, evt. durch Erbrechen, Medikamente
  • Es liegt ein gestörtes Körperbild-Schema vor – Selbstwahrnehmung als zu fett

Gefahr des tödlichen Verlaufs

Bei dieser Störung liegen psychosoziale Belastungen, von nicht außergewöhnlichem Ausmaß zugrunde. Diese Belastungen können durchaus zum Leben dazu gehören, wie Arbeitslosigkeit, Trennung oder Tod einer nahestehenden Person. Die Anpassungsstörung beginnt innerhalb von 4 Wochen nach dem Ereignis.

Symptome:

  • Sozialer Rückzug
  • Innere Leere
  • Traurigkeit
  • Angst/Besorgtheit
  • Im allgemeinen emotionale Störungen
  • Im allgemeinen Verhaltensstörungen

Differentialdiagnostisch abzugrenzen:

Trauerreaktion: eine normale Trauerreaktion dauert bis zu 6 Monate.

syn.: Thymoleptika
Wirkungen/Indikationen:
1. antriebssteigernd bei gehemmt-ängstlicher Depression: Desipramin-Typ, auch MAO-Hemmer
2. antriebsneutral/stimmungsaufhellend bei agitiert-ängstlicher Depression: Imipramin-Typ
3. dämpfend/sedierend bei agitiert-ängstlicher Depression: Amitriptylin-Typ
Indikationen:
– Depressionen
– Panikattacken
– Schlafstörungen
– Chron. Schmerzsyndrome
– Zwangsstörungen
Nebenwirkungen:
Mundtrockenheit, Schwitzen Verstopfung, Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen,
Gewichtszunahme, Sedierung, sexuelle Dysfunktionen,
Wirkstoffe/Substanzklassen/Handelsnamen:
1. trizyklische Antidepressiva/dämpfend sedierend: Amitriptilin, Saroten, Aponal
2. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI): Citalopram, Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin,
3. Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer): Maclobemid, Selegelin,
eher antriebssteigernd als stimmungsaufhellend,

WICHTIG:

  1. Stimmungsaufhellende Wirkung erst nach 2 Wochen, Antriebssteigerung jedoch schon früher

Erhöhte Suizidgefahr!!

2. Einige Antidepressiva beeinträchtigen die Aufmerksamkeit und Konzentration (Fahrtüchtigkeit!).

Diese Medikamentengruppe wird zur Beeinflussung von Demenzsymptomen angewandt,

wie z.B. Verbesserung/Stabilisierung der geistigen Leistungsfähigkeit, der Alltagsbewältigung

  1. vasoaktive Substanzen: Durchblutungsverbesserung
  2. Substanzen zur Aktivierung des Gehirnstoffwechsels: Steigerung der neuronalen Impulsfrequenz
  3. Cholinesterasehemmer: Verbesserung der cholinergen Neurotransmission

Wirksamkeit von Gingko biloba möglicherweise zur Verbesserung der Alltagsbewältigung, jedoch nicht belegt!

Nebenwirkungen:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Unruhe, Schlafstörungen

Wirkstoffe/Handelsnamen:

Donepezil (Aricept®), Memantine (Axura®, Ebixa®), Galantamin (Reminyl®), Rivastigmin (Exelon®)

Die Dynamik des Antriebs kann den Lebensumständen nicht angepasst werden. Es kann somit ein Mangel an Energie oder zu einer Übersteigerung kommen.

Indikationen:

gegen Krampfanfälle bzw. antiepileptisch

auch bei Manien (insbesondere Valproinsäure)

Nebenwirkungen:

Schwindel, Müdigkeit,  Ataxie (Störung der Bewegungskoordination)

Wirkstoffe/ Substanzklassen/Handelsnamen:

  1. reine Antikonvulsiva: Suximide (z. B. Mesuximid) und die strukturanalogen Hydantoin-Derivate (z.B. Phenytoin)

Kein Suchtpotenzial –  aber nachgewiesen signifikant erhöhte Suizidgefahr!

  1. Benzodiazepine (z. B. Lorazepam, Diazepam und Clonazepam), Suchtpotenzial!
  2. Barbiturate (z. B. Phenobarbital und Primidon), Suchtpotenzial!
  3. trizyklische Antidepressiva, Kein Suchtpotenzial!
  4. Valproinsäure (Gruppe Carbonsäuren), Kein Suchtpotenzial!

Diese Wirkstoffgruppe umfasst alle Mittel, die zur Angstlösung (pathologische, übermäßige Ängste) eingesetzt werden

Indikation:

  • Generalisierte Angststörung, ängstliche Unruhe, angstbedingte Schlafstörungen,

Wirkstoffe/Handelsnamen:

umfassen Medikamente verschiedener Wirkstoffklassen: auch Benzodiazepine, Antidepressive, Antihistaminika, Neuroleptika

Weiterhin:

Buspiron: kein Suchtpotenzial,

Anwendung ausschließlich zur Angstlösung, wirkt nicht sedierend,

 Wirkung tritt erst nach wenigen Wochen der Einnahme ein, Handelsname z.B. Anxut

Pregabalin: steht in Verdacht, abhängig zu machen,

aus der Gruppe der Antikonvulsiva, Handelsname z.B. Lyrica

Lavendel: kein Suchtpotenzial,

pflanzliches Anxiolytikum, Handelsname z.B. Lasea

Gehört zu den Tiefgreifenden Entwicklungsstörungen, mit Beginn nach dem 3. Lebensjahr.

Symptome:

  • Die Sprache ist gut entwickelt, wird aber nicht zu Kommunikation genutzt
  • Mitmenschen wirken störend
  • Inselbegabungen
  • Normale bis überdurchschnittliche Intelligenz
  • Häufig auffallende Ungeschicklichkeit
  • Selten Stereotypes Verhalten

Hierbei handelt es sich um eine Therapieform die biographisch orientiert, deutend und interpretierend arbeitet. Der Therapeut arbeitet an Wiederständen und Übertragungen, mit dem Fokus auf der Konfliktverarbeitung.

Therapieformen:

  • Psychodynamische Therapie
  • Analytische Therapie
  • Systemische Therapie
  • Entspannungstherapie
  • Hypnotherapie

Die Fähigkeit, Wahrnehmungserlebnisse in ihrer Bedeutung zu begreifen und miteinander zu verbinden ist gestört. Die Auffassung gehört zu den Elementarfunktionen und gehört zum Psychopathologischem Befund.

Ursachen:

  • Psychogene Ursachen
  • Hirnschädigung
  • Bewusstseinsstörungen
  • Intelligenzminderung
  • Demenz
  • Schizophrenie

Bsp.: „ Morgenstund hat Gold im Mund „ dieses Sprichwort kann nicht erklärt werden, da kein Zusammenhang hergestellt werden kann.

Die Aufklärung hat rechtzeitig zu erfolgen, damit der Patient eine Bedenkzeit hat.

Die Aufklärungspflicht umfasst folgende Punkte:

  • die Diagnose,
  • die voraussichtliche gesundheitliche Entwicklung (Prognose)
  • Art, Umfang, Durchführung der geplanten Therapie
  • mögliche Nebenwirkungen der Therapie
  • Notwendigkeit und Dringlichkeit der Therapie
  • Eignung und Erfolgsaussichten der Therapie, wie auch berufliche Qualifikation des Therapeuten
  • Hinweis auf Alternativen zur Therapie (wenn mehrere Methoden zu wesentlich unterschiedlichen Belastungen, Risiken oder Heilungschancen führen können)
  • Kosten der Behandlung

Die erfolgte Aufklärung ist zu dokumentieren und von dem Patienten zu unterschreiben.

 

Die Fähigkeit zur Wahrnehmungsfokussierung ist gestört, das heißt man kann sich nicht konzentrieren. Die Aufmerksamkeit gehört zu den Elementarfunktionen und gehört zum Psychopathologischem Befund.

Ursachen:

  • Ermüdung
  • Einfluss von Alkohol, Medikamenten oder Drogen
  • Schizophrenie
  • ADHS
  • Psychogen, neurotisch bedingt

Die Person führt automatische Handlungen aus, die er nicht als zu sich gehörend empfindet. Menschen mit dieser Störung wollen diese Automatismen nicht und empfinden diese als stark Lebensbeeinträchtigen.

Hierbei handelt es sich um eine frühkindliche tiefgreifende Entwicklungsstörung, mit Beginn vor dem 3. Lebensjahr.

Symptome:

  • Beeinträchtigte Entwicklung der Sprache
  • Unfähig Mimik und Gestik zur sozialen Interaktion zu nutzen
  • Unfähig Beziehungen zu gleichaltrigen aufzubauen
  • Mange spontan Freude, Interessen oder Tätigkeiten mit anderen zu teilen
  • Mitmenschen existieren nicht für den Patienten
  • Unterdurchschnittliche Intelligenz
  • Häufig stereotypes Verhalten

Therapie:

  • Unterstützung der normalen Entwicklung
  • Förderung der Lernfähigkeit
  • Verminderung von Stereotypien
  • Verbesserung des Sozialverhaltens
  • Familiäre Unterstützung

Diese Methode gehört zu den Entspannungsverfahren und ist eine psychotherapeutische Methode zur Sebstentspannung durch Autosuggestion.

Ziel ist die Selbstversenkung oder die –entspannung.

In der Grundstufe gibt es 6 Übungen:

  • Erleben der Schwere
  • Erleben der Wärme
  • Herzregulierung
  • Atemregulierung
  • Bauchwärme
  • Stirnkühlung

Diese Störung ähnelt dem Kanner-Syndrom, unterscheidet sich jedoch entweder durch den Zeitpunkt des Krankheitsbeginns oder dadurch, dass nicht alle Kriterien eines Autismus erfüllt sind. So tritt die Störung entweder erst nach dem 3. Lebensjahr auf, oder es sind nur ein oder zwei der drei Bereiche betroffen, die für die Diagnose des Autismus gefordert werden: soziale Interaktion, Kommunikation, Verhaltensstereotypien.

B

Der Behandlungsvertrag ist ein zivilrechtlicher Vertrag, besonderer Typ des Dienstvertrags.
1.  Der Behandlungsvertrag ist nicht formbedürftig
– kommt auch bei telefonischer Terminvereinbarung zustande
– oder im Notfalleinsatz.

  1. Die Behandlung hat nach den zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden, allgemein anerkannten fachlichen Standards zu erfolgen, soweit nicht etwas anderes vereinbart ist.
    (Sorgfaltspflicht!)

– Pflichtversicherung für selbstständig Tätige in Heilberufen
– kann häufig in Verbindung mit Privathaftpflicht abgeschlossen werden

geregelt im Gesetz über Verfahren in Familiensachen und in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) alt: Betreuungsgesetz
Zuständigkeit:
– bei Minderjährigen das Familiengericht
– bei Erwachsenen: das Betreuungsgericht (früher: Vormundschaftsgericht)

  1. Betreuung:
    1. Wenn ein Mensch aufgrund einer psychischen Erkrankung seine Lebensangelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann, kann er unter Betreuung gestellt werden.
  2. 2. Dazu muss das Betreuungsgericht eine Anregung erhalten.
  3. Jeder Mensch kann eine Betreuung anregen.
  4. Ein Betreuer kann für einzelne Aufgaben eingesetzt werden:
    Bsp.: Gesundheitssorge, Aufenthaltsbestimmung, Vermögenssorge, Wohnungsangelegenheiten, Vertretung gegenüber Behörden,
  5. Dafür zuständig ist (seit 01.09.2009) das Betreuungsgericht beim regional zuständigen Amtsgericht.
  6. Das Betreuungsgericht hört den Betroffenen zu dieser Sache an.
  7. Weiterhin muss seitens des Gerichtes ein ärztliches Gutachten eingeholt werden, in dem die medizinische Notwendigkeit zur Einrichtung einer Betreuung erklärt wird.
  8. Eine solche gutachterliche Stellungnahme kann nur von „einem in derPsychiatrieerfahrenen Arzt“ gegeben werden. Während der Begutachtung hat der Patient das Recht auf die Anwesenheit einer Person seines Vertrauens.
  9. In einer Betreuungsvollmacht/Vorsorgevollmacht kann im Vorfeld während gesunder Tage ein nahestehender Mensch zum Betreuer bestimmt werden. (empfehlenswert)

Der Behandelnde hat zu beweisen, dass er den Klienten hinreichend aufgeklärt hat.  Grundsätzlich muss der Klient beweisen, dass ein Behandlungsfehler vorliegt und dieser für den Gesundheitsschaden ursächlich ist. Liegt ein grober Behandlungsfehler vor, wird vermutet, das dieser für die Verletzung ursächlich war.

Das Bewusstsein ist gestört, dies geht einher mit Störungen der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit, der Orientierung und des Denkens. Bewusstseinsstörungen werden eingeteilt in quantitative und qualitative Bewusstseinsstörungen.

Quantitativ

  • Bewusstseinseintrübung
  • Bewusstseinseinengung
  • Bewusstseinserweiterung

Qualitativ(beschreibt den Grad der Wachheit)

  • Benommenheit(ansprechbar, verzögerte Reaktion)
  • Somnolenz(schläfrig aber weckbar)
  • Sopor(schwer weckbar, nur unter Anstrengung)
  • Koma(tiefe Bewusstlosigkeit)

Ursachen:

  • Intoxikationen durch Drogen, Alkohol und Medikamenten
  • Infektionen oder Entzündungen des Nervensystems
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall
  • Epelepsie
  • Erhöhter Hirndruck

Aspekte der eigenen Person und der Umwelt können nur schwer verstanden werden, die Bewusstseinsklarheit ist gestört.

Ist die Fixierung auf einen einzelnen innere oder äußere Reize, die Person ist nur vermindert ansprechbar. Seine Handlungsfähigkeit ist stark eingeschränkt. Es handelt sich hierbei um einen Tranceähnlichen Zustand.

Die Person hat das Gefühl Intensitäts- oder Helligkeitserscheinung oder zu einer Vergrößerung des erfahrbaren Raums. (meist durch Drogeneinfluss)

Bei dieser Störung handelt es sich um periodische Heißhungerattacken, bei dem der Betroffene keine Kontrolle mehr hat über sein Verhalten.

Symptome:

  • zwei Essanfälle pro Woche
  • Kontrollverlust
  • Allein Essen aus Scham
  • Depressive Phasen nach Essanfällen
  • Aufnahme großer Nahrungsmengen ohne Hungergefühl

Diese Theorie wurde von dem Kinderpsychologen Bowlby entwickelt. Er unterteilt die Entwicklung in einzelne Phasen:

  1. Vorbindungsphase (Geburt bis 6 Wochen):

Das Kind reagiert allgemein auf Menschen (besonders auf das Gesicht), differenziert noch nicht nach spezifischen Personen. Die Bevorzugung des Gesichts ist angeboren. Angeborene Verhaltenssignale wie Greifen oder Lächeln verhelfen Neugeborenen Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen. Die Mutter wird schon an Geruch und Stimme erkannt. Das Kind kann durchaus auf differenzierte Reize reagieren.

 

  1. Entstehungsphase (Bindungsbeginn) (6 Wochen – 6/8 Monate):

Der Säugling reagiert auf die Bezugsperson anders als auf Fremde, protestiert jedoch noch nicht, wenn es von ihr getrennt wird. Das Kind unterscheidet Personen hinsichtlich ihrer Vertrautheit. Das Kind richtet Signale und Bindungsverhaltensweisen auch nur an spezifische Personen bzw. Bezugspersonen. Von einer rein sozial intendierten Bindung kann noch nicht ausgegangen werden, da das Kind noch kein aktives Bindungsverhalten zeigt.

 

  1. Bindungsphase (6/8 bis 18 Monate):

Das Kind differenziert eigenaktiv zwischen verschiedenen Personen. Die Bezugsperson stellt dabei eine sichere Basis dar, von der aus die Umwelt exploriert wird. Fremden gegenüber zeigt das Kind Angst und Zurückhaltung/Vorsicht. Das Baby zeigt Trennungsangst. Voraussetzung für das Erkennen von Personen ist hier die Objekt- und Personenpermanenz (Person wird als dieselbe wiedererkannt). Das Bindungsverhalten des Kindes organisiert sich zu einem flexiblen Verhaltenssystem.

 

  1. Differenzierungs- und Integrierungsphase (18 Monate – 2 Jahre und darüber hinaus): Reziproke Beziehungen entwickeln sich (sie beruhen auf Gegen- und Wechselseitigkeit). Das Kleinkind beginnt, durch das Erlernen der Sprache und durch kognitive Weiterentwicklung, Einfluss auf Bezugspersonen zu nehmen. Das Kind kann nun eigenes Verhalten und die Reaktion der Bezugsperson vorhersehen.

Die 4 Bindungstypen wurden von den Kinderpsychologen Bolby und Ainsworth entwickelt.

Sichere Bindung (Typ B)

In dieser Bindung besteht eine angemessene Regulation zwischen Nähe und Distanz. Das Kind hat die Zuversicht in die Verfügbarkeit der Bindungsperson.

Voraussetzung:

  • Feinfühlige Bindungsperson
  • Prompte Wahrnehmung der kindlichen Signale und richtige Interpretation
  • Angemessene Reaktion auf diese Signale

Unsicher-vermeidende Bindung (Typ A)

In dieser Beziehung kann man eine Pseudoabhängigkeit beobachten, es kommt bei dem Kind zu einem Kontaktvermeidungsverhalten. Die Trennung von der Bindungsperson bedeutet eine starke Stress-Situation.

Unsicher-ambivalente Bindung (Typ C)

In dieser Beziehung ist das Verhalten widersprüchlich-anhänglich. Bei Trennung ist das Kind massiv verunsichert ( weinen, schlagen, nur schwer zu beruhigen ). Nach Trennung reagiert das Kind anklammern oder aggressiv abweisend.

Desorganisierte Bindung (Typ D)

In dieser Beziehung wirkt das Kind in seiner Bindung desorganisiert, es zeigt ein nicht auf die Bindungsperson orientiertes Verhalten. Es kommt zu einem bizarren Verhalten wie Erstarren, Schaukeln und stereotypen Bewegungen.

Dabei handelt es sich um eine Störung die nach zwei Polen hin verläuft (depressiv-manisch).

Die Depressiven und die Manischen Episoden wechseln sich hierbei ab. Eine Episode dauert zwischen 4 und 6 Monaten.

Hierbei handelt sich um das gleiche Störungsbild wie bei den Bipolaren affektiver Störungen, nur das die Episoden kürzer sind. In der Regel zwischen 2 Wochen und 4 Monaten.

Diese Störung gehört zu den emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen. Diese ist gekennzeichnet durch eine Instabilität des Selbstbildes und durch eine Instabilität im Bereich der Impulskontrolle sowie im affektiven und zwischenmenschlichen Bereich. Bei dieser Störung sind Männer häufiger betroffen als Männer.

Symptome:

  • Störung und Unsicherheit bezüglich Selbstbild, Zielen und inneren Vorlieben
  • Neigung sich auf intensive aber instabile Beziehungen eizulassen, oft mit der Folge von emotionalen Krisen
  • Übertrieben Bemühungen, das Verlassen werden zu vermeiden
  • Wiederholt Drohungen oder Handlungen mit Selbstbeschädigung
  • Anhaltende Gefühle von Leere
  • Wiederholte Suiziddrohungen und Suizidversuche
  • Manipulative Tendenzen mit Neigungen zur Spaltung von Teams bzw. Gruppen

Bowlby war ein Kinderpsychologe und er hat die Phasen der Entwicklung des kindlichen Bindungsverhaltens herausgearbeitet.

Bei dieser Störung handelt es sich um eine qualitative Essstörung.

Symptome:

  • Fressattacken
  • Andauernde Beschäftigung mit dem Essen
  • Gewichtsreduzierung durch Erbrechen, Missbrauch durch Abführmittel, Appetitzüglern, oder Schilddrüsenpräparaten
  • Selbstwahrnehmung als zu fett

D

Bei dieser Störung ist der Ablauf des Denkens gestört.

Man unterscheidet zwischen formalen und inhaltlichen Denkstörungen.

Formale Denkstörungen

  1. Denkverlangsamung
  2. Denkhemmung
  3. Umständlichkeit des Denkens
  4. Ideenflucht
  5. Einengung (Haftenbleiben an Themen; Testung durch Themenwechsel)
  6. Verbale Perseveration (bleibt an Worten und Daten haften, wiederholt sie)
  7. Grübeln (über das gleiche Thema)

Gedankenkreisen;

  1. Gedankendrängen (Einfallsflut)
  2. Vorbeireden: geht auf gestellte Frage nicht ein,
  3. Gedankenabreißen
  4. Zerfahrenheit des Denkens, auch: Inkohärenz (Zusammenhänge sind gestört, Zusammenfassung des Gesprächs durch den Zuhörer ist nicht möglich, fehlende Logik ) > Schizophasie: sinnleeres Wort/Silbengemisch
  5. Neologismen (Wortneubildungen, auch: Paralogismus)
  6. Konkretismus: bei Schizophrenie und Autismus, abstrakte Begriffe werden konkret interpretiert.

Inhaltliche Denkstörung

Dabei ist der Inhalt des Denkens gestört, diese Inhalte können wahnhaft und nicht-wahnhaft sein.

Wahnhaft ist eine kognitive Täuschung ohne Realitätsbezug.

Bsp: Eifersuchtswahn oder Größenwahn

Nicht-Wahnhaft sind Ängste, Furcht und Zwänge

Bsp: Phobien, Hypochondrie oder Waschzwang

Es kommt bei dem Patienten zu einer Störung des Ich-Erlebens und zu Entfremdungserleben gegenüber der Umwelt.

Ursachen:

  • Meditation
  • Starke Ermüdung
  • Psychisches Trauma
  • Drogen
  • Borderline-Störung
  • Schizoide Störung
  • Depression
  • Zwangsstörung
  • Schizophrene Psychose

Achtung:

Dies wird nie als Hauptdiagnose gegeben, sondern tritt immer in Verbindung auf.

Es kommt bei dem Patienten zu einer Störung des Ich-Bewusstseins und zu Entfremdungserleben gegenüber der eigenen Person.

Ursachen:

  • Meditation
  • Starke Ermüdung
  • Psychisches Trauma
  • Drogen
  • Borderline-Störung
  • Schizoide Störung
  • Depression
  • Zwangsstörung
  • Schizophrene Psychose

Achtung:

Dies wird nie als Hauptdiagnose gegeben, sondern tritt immer in Verbindung auf.

Bei einer Depression spricht man von einer niedergedrückten oder negativ getönter Befindlichkeit. Bei gesunden Menschen kann es auch zu solchen gedrückten Stimmungen kommen, allerdings sind diese bei Depressionen schwerwiegender.

Man unterscheidet endogene (von innen bedingt) und exogene (von außen bedingt)Depression.

Leitsymptome:

  • Gedrückte, Depressive Stimmung
  • Interessenverlust, Freudlosigkeit
  • Antriebsmangel, erhöhte Ermüdbarkeit

Zusatzsymptome:

  • Verminderte Konzentration/Aufmerksamkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl/Selbstvertrauen
  • Gefühle von Schuld, Wertlosigkeit
  • Pessimismus
  • Schlafstörungen/Appetitlosigkeit
  • Suizidalität

Ursachen:

  • Durch belastende Lebensereignisse
  • Durch Störungen im Neurotransmittersystem
  • Neurobiologische Ursachen
  • Durch Stoffwechselstörungen oder andere organische Ursachen
  • Durch Medikamente

Depressionen werden nach Schweregrad eingeteilt:

  1. leichte depressive Episode:
    2 Hauptsymptome + 2-3 Zusatzsymptome, mind. zwei Wochen (Gesamtzahl d. Symptome mind. 4-5)
    à Es kommt noch nicht zu einer vollständigen Aufgabe der alltäglichen Aktivitäten.
  2. mittelschwere depressive Episode:
    2 HS + 4-5 ZS, mind. zwei Wochen (Gesamtzahl der Symptome 6-7)
    àSoziale, berufliche und häusliche Aktivitäten bereiten erhebliche Schwierigkeiten.
    3. schwere depressive Episode:
    3 HS + 5 ZS, mind. zwei Wochen (Gesamtzahl der Symptome mind. 8)
    à Es überwiegt ein Gefühl großer Verzweiflung. Das Selbstwertgefühl ist deutlich niedrig (gefühlte Nutzlosigkeit, Schuldgefühle). IMMER mit einem somatischen Syndrom verbunden.

Bei dieser Depression geht man von einer endogenen Depression aus (primär: genetisch/neurobiologisch)

Zu den Symptomen einer Depression kommen noch folgende Symptome dazu:(min. 4)

  • Interessenverlust, Freudlosigkeit
  • Mangelnde emotionale Reaktionsfähigkeit
  • Früherwachen
  • Morgentief
  • Psychomotorische Störung
  • Deutlicher! Appetitverlust
  • Deutlicher Gewichtsverlust
  • Deutlicher Libido Verlust

Symptome:

  • Herzloses Unbeteiligtsein gegenüber den Gefühlen anderer
  • Andauernd verantwortungsloses Handeln
  • Missachtung von sozialen Normen
  • Unfähig Beziehungen dauerhaft aufrechtzuerhalten
  • Sehr geringe Frustrationstoleranz
  • Aggressives und gewalttätiges Verhalten
  • Fehlendes Schuldbewusstsein

Diese Störung wird auch als neurotische Depression bezeichnet, es handelt sich um eine chronische, leichtgradige Depression. Die Symptome müssen über mindestens 2 Jahre bestehen.

  • Dissoziative Störungen
  • Dissoziative Amnesie
  • Dissoziative Fugue
  • Dissoziative Stupor
  • Dissoziative Bewegungsstörung
  • Dissoziative Krampfanfälle
  • Dissoziative Empfindungsstörung
  • Dialektisch Behaviorale Therapie

Gehört zu den umschriebenen Entwicklungsstörungen schulische Fähigkeiten. Dyskalkulie ist die Rechenschwäche.

Hierbei handelt es sich um eine  Entwicklungsbedingte Artikulationsstörung.
Lauterwerb ist verzögert oder abweichend, Artikulationsfehler: auslassen, verzerren, ersetzen
Folge sind Verständnisschwierigkeiten,
Differentialdiagnostik (DD): Stottern – erworbener Sprech-/Sprachfehler F98.5

Dabei handelt es sich um eine Schlafstörung bei der der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist.

E

Dabei imitiert die betroffene Person Haltungen oder Bewegungen anderer Personen.

Der Klient berichtet frei über seine Erinnerungen und sein Leben.

Dieser ist durch eine deutliche, emotional bedingte Selektivität des Sprechens charakterisiert, so dass das Kind in einigen Situationen spricht, in anderen definierbaren Situationen jedoch nicht. Diese Störung ist üblicherweise mit besonderen Persönlichkeitsmerkmalen wie Sozialangst, Rückzug, Empfindsamkeit oder Wiederstand verbunden.

Diese Persönlichkeitsstörung wird in den Impulsiven Typus und den Borderline Typus eingeteilt.

Impulsiver Typus

Symptome:

  • Impulsives Handeln
  • Unbeständige und launische Stimmung
  • Tendenz zu Streitereien
  • Neigung zu Wutausbrüchen und Gewalt
  • Schwierigkeiten Handlungen beizubehalten die nicht unmittelbar belohnt werden

Borderline Typus

Symptome:

  • Unsicherheit bezüglich des Selbstbildes
  • Störungen der „inneren Präferenzen“ (einschließlich sexueller )
  • Neigung sich auf intensive und instabile Beziehungen ein zulassen
  • Übertriebene Bemühungen das Verlassen werden zu vermeiden
  • Wiederholtes drohen oder Handlung mit Selbstbeschädigung
  • Anhaltendes Gefühl der Leere

Bei dieser Störung handelt es sich um den unwillkürlichen Abgang von Harn am Tag und in der Nacht, was für das Entwicklungsalter nicht entsprechend ist. Das betroffene Kind hat das fünfte Lebensjahr erreicht. Es dürfen keine organischen  Erkrankungen als Auslöser vorliegen.

Man unterscheidet:

  • Enuresis diurna – Enuresis am Tag
  • Enuresis nocturna – Enuresis in der Nacht.
    Dazu gehören auch:
    Primäre Enuresis:
    – konstitutionelle Entwicklungsverzögerung; wenn das Kind noch nie trocken war
    – kann familiär gehäuft auftreten, genetische Veranlagung vermutet
    – tiefer Schlaf mit schwerer Erweckbarkeit, hohe Einnässfrequenz
    Sekundäre Enuresis:
    Das Einnässen beginnt wieder nach mindestens sechsmonatiger Trockenphase. Die Ursachen werden in psychischen Konfliktsituationen vermutet.

In der Regel unbeabsichtigter Abgang von Kot infolge fehlender Beherrschung des Stuhlgangs. Das betroffene Kind hat das Alter von vier Jahren erreicht.

Ist eine Infektionserkrankung des Gehirns, ausgelöst durch Viren oder Bakterien.

Ist eine Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks, ausgelöst durch Viren und Bakterien.

Milton Erickson wurde am 05.12.1901 geboren und zählt zu den Begründern der modernen Hypnose und Hypnotherapie. Er ist einer der innovativsten Psychotherapeuten des letzten Jahrhunderts.

Erickson hatte großen Einfluss auf Therapeuten wie Joy Haley und Paul Watzlawick und trieb den lösungsfokussierten Ansatz von Steve de Shazar voran. Auch NLP-Gründer wie Bandler, Grinder und Satir studierten und kopierten seine Technik.

Erickson verabschiedete sich in seiner eigenen therapeutischen Arbeit von den starren Ansätzen Freuds und begann den Menschen und seine Probleme im Ganzheitlichen zu betrachten. Er selbst betrachtete jeden Klienten als Individuum, für den es eine eigene Therapie zu entwickeln gilt. Daraus entwickelte er die Idee, dass das Unbewusste des Menschen eine unerschöpfliche Ressource ist, die man zur kreativen Selbstheilung nutzen kann und sollte.

Zwei Drittel seiner Patienten behandelte er, ohne bei ihnen mit den bekannten Mitteln wie Pendel, Spiegel oder fixierendem Augenkontakt absichtlich eine Trance einzuleiten. Diese stellte sich jedoch während der Gespräche häufig spontan ein. Erickson wollte auch nicht einen möglichst passiven Patienten „umprogrammieren“. Die Trance erleichterte den Zugang zu unterbewussten Fähigkeiten, die sonst durch die Logik des Denkens und den Intellekt überdeckt werden.

Der Vorteil seines pragmatischen Ansatzes zeigt sich in der Anzahl der nötigen Sitzungen im Rahmen einer Therapie nach Erickson: In der Regel sind es kaum mehr als 25 Stunden.

Berühmt wurde Erickson auch durch seine Aufgaben, die er seinen Patienten stellte und durch seine vielen Geschichten und Metaphern. Das Ziel der gestellten Aufgaben war es Gewohntes zu unterbrechen und Raum für neue Erfahrungen zu schaffen. Mit seinen Geschichten, die er dem Klienten erzählte, unterbreitete Erickson Angebote nicht direkt an den Klienten, sondern versuchte damit in kreativen Kontakt mit dem Unbewussten zutreten.

Er war überzeugt, dass eine auf die Situation des Patienten zugeschnittene Geschichte ihn in der Trance tiefer berührt, ihn für die Botschaft empfänglicher macht und ihn suggestiv dazu anregen kann, eigene Verhaltensmuster zu überdenken. Erickson hat mit der Haltung: „begegne dem anderen in seinem Weltbild“ nicht nur Grundlagen für die Psychotherapie geschaffen, sondern auch das Grundprinzip erfolgreicher menschlicher Kommunikation beschrieben.

– Zunächst normale Sprachentwicklung
– später Verlust der sowohl rezeptiven (verstehenden) als auch expressiven (ausdrückenden) Sprachfertigkeit
– allgemeine Intelligenz bleibt erhalten
– Beginn der Störung wird von paroxysmalen Auffälligkeiten im EEG begleitet und in der Mehrzahl der Fälle auch von epileptischen Anfällen.
– Typischerweise liegt der Beginn im Alter von 3-7 Jahren mit einem Verlust der Sprachfertigkeiten innerhalb von Tagen oder Wochen.
Ursache: ein entzündlicher enzephalitischer Prozess

Eine umschriebene Entwicklungsstörung, bei der die Fähigkeit des Kindes, die gesprochene Sprache zu gebrauchen, deutlich unterhalb des seinem Intelligenzalter angemessenen Niveaus liegt, das Sprachverständnis liegt jedoch im Normbereich. Störungen der Artikulation können vorkommen.

F

Der Klient berichtet über den Verlauf seiner Kindheit, über seine Gegenwartsfamilie und seine Zukunftsfamilie.

G

Man unterscheidet hier die Störung der Merkfähigkeit und die Störung de Erinnerung.

Störung der Merkfähigkeit

bezeichnen des Gedächtnis innerhalb eines Erinnerungszeitraums von 10 min.

zusätzlich unterscheidet man:

– Störungen des Frischgedächtnis: bis zu 60 min. zurückliegende Ereignisse

– Störungen des Altgedächtnis: Ereignisse, die länger als 60 min. zurückliegen

Störungen der Erinnerung:

Amnesie: Gedächtnislücken, anterograd (nach dem Ereignis), retrograd (vor dem Ereignis)

Paramnesie: Erinnerungsverfälschung, auch: false memory syndrom: falsche Erinnerungen

dazu zählt auch das déjà-vu: Gefühl der scheinbaren Bekanntheit

sowie: jamais vu: Fremdheit einer alltäglichen Situation

Hypermnesie: Reaktivierung vergessener Erinnerungen, gesteigerte Klarheit

Konfabulationen: Füllen von Erinnerungslücken (Inhalte nicht wiederholbar)

H

Dabei handelt es sich um Sinnestäuschungen, die keinen Bezug zur Realität haben. Man unterteilt verschiedene Formen von Halluzinationen.

  1. akustische Halluzination (Stimmen hören)
  2. optische Halluzinationen (das sehen von Dingen oder Personen, die nicht da sind)
  3. gustatorische Halluzinationen (das schmecken betreffend)
  4. olfaktorische Halluzinationen (das riechen betreffend)
  5. Körperhalluzinationen

Symptome:

  • Dramatische Selbstdarstellung und theatralisches Auftreten
  • Leichte Beeinflussung durch andere
  • Oberflächliche und labile Affekte
  • Bestreben immer im Mittelpunkt zu stehen
  • Unangemessen verführerisch in Erscheinung und Verhalten
  • Übermäßiges Beschäftigen damit äußerlich attraktiv zu erscheinen

Gehört zu den Tiefgreifenden Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter.

Symptome:

  • Nach einer normalen frühen Entwicklung erfolgt der Verlust der erworbenen Fähigkeiten
  • Allgemeiner Interessensverlust an der Umgebung
  • Stereotypes Verhalten, motorische Manierismen
  • Sozialverhalten ähnelt dem eines Autisten

Ursache:

  • Ist noch unbekannt
  • In einigen Fällen durch Enzephalitis ausgelöst

Alexanders geht davon aus, dass bei den unten genannten Erkrankungen ein Zusammenhang zwischen Psyche und Symptomen vorhanden ist, dazu zählen:

  1. Asthma bronchiale (chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege)
  2. Neurodermitis (chron. Hautekzem)
  3. Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Erkrankung des Darmes)
  4. Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
  5. Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
  6. Rheumatoide Arthritis (chronisch entzündliche Erkrankung der Gelenke)
  7. Essentielle Hypertonie (Bluthochdruck ohne erkennbare organ. Ursache)

Eine Allgemeingültigkeit der Holy Seven konnte nicht nachgewiesen werden.

 

Hierbei handelt es sich um eine motorische Unruhe: die Person ist ständig in Bewegung.

Dabei handelt es sich um eine  Schlafstörung, die mit erheblichen Zuständen der Schläfrigkeit einhergehen.

Symptome:

  • Unzureichende Schlafdauer und –tiefe
  • Keine organischen Ursachen
  • Übermäßige Schlafneigung während des Tages

Die Betroffenen beschäftigen sich beharrlich mit der Möglichkeit, an einer oder mehreren schweren körperlichen Krankheiten zu leiden. Der Klient muss sich mindestens 6 Monaten mit der Möglichkeit der Erkrankung beschäftigen um diese Diagnose zu stellen.

I – J

Das eigene Identitäserleben einer Person ist gestört.

– unklare Grenze zwischen dem ICH und der Umwelt
– innere Vorgänge werden als nicht zum Ich gehörend erlebt
– ein Erleben des Von-außen-gemachten, für die Person unkontrollierbar

Beispiele dafür:
1. Gedankenausbreitung (andere können die Gedanken mitlesen)
2. Gedankenentzug ( Gefühl des „Gedankenstehlens“)
3. Gedankeneingebung ( fühlt seine Gedanken als von außen gemacht)
4. Fremdbeeinflussung/Störung der Ich- Steuerung (erlebt sein Fühlen, Wollen, handeln als von außen gemacht)
5. Depersonalisation (erlebt sich selbst als fremd, verändert, auch bei Übermüdung)
6. Derealisation (Umgebung erscheint unwirklich, räumlich verändert, fern, unvertraut)

Vorhandenes wird als etwas anderes erlebt; Fehlbeurteilung der Realität, (bei Paranoia!)

Dabei handelt es sich um eine Schlafstörung mit einhergehendem Schlafmangel, die sich kennzeichnen durch Störungen der Schlaftiefe und –dauer. Diese Störung ist nicht auf eine organische Erkrankung zurück zu führen.

Symptome:

  • Weniger als 6,5 Stunden Schlaf pro Nacht
  • Mehr als 30 min nächtliche Wachheit

Gehört zu den Störungen im Kindes- und Jugendalter.

Einteilung:

  • Mangelnde Intelligenz/Lernbehinderung IQ 70-84
  • Leichte Intelligenzminderung  IQ 50-69 (mentales Alter 9-12 Jahre)
  • Mittelgradige Intelligenzminderung IQ 35-49 (mentales Alter 6-9 Jahre)
  • Schwere Intelligenzminderung                IQ 20-34 (mentales Alter 3-6 Jahre)
  • Schwerste Intelligenzminderung IQ unter 20 (mentales Alter unter 3 Jahre)

Ursachen:

  • Genetisch bedingte geistige Behinderung
  • Stoffwechselstörung
  • Infektionskrankheiten in der Schwangerschaft, wie Rötelinfektion
  • Postnatale Infektion, wie Meningitis
  • Sauerstoffmangel im Gehirn, durch Geburtstrauma, längere Bewusstlosigkeit oder epileptische Anfälle
  • Vernachlässigung des Kindes, mangelnde Förderung

Zählt zu den umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fähigkeiten. Hierbei liegt keine Leseschwäche vor.

K

Koma gehört zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen, die den Grad der Wachheit einer Person bezeichnet. In diesem Zustand ist die Person nicht mehr weckbar, sie ist in einer tiefer Bewusstlosigkeit.

Ursachen:

  • Intoxikationen durch Drogen, Alkohol und Medikamenten
  • Infektionen oder Entzündungen des Nervensystems
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall
  • Epelepsie
  • Erhöhter Hirndruck

Hier werden Erinnerungslücken frei aufgefüllt, diese frei aufgefüllten Erinnerungslücken können nicht wiedergegeben werden. Die Person füllt die Lücken immer wieder mit neuem Inhalt auf.

L

Dies beschreibt einen übermäßigen Rededrang, wo es dem Gegenüber schwer fällt zu folgen.

Zählt zu den umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten. Legasthenie ist die Lese-Rechtschreib-Schwäche.

M

Dabei handelt es sich um ein Störungsbild wo der Antrieb und die Stimmung über die Euphorie hinaus gesteigert sind.

Leitsymptome:

  • Ideenflucht
  • Größenideen
  • Gesteigert Psychomotorik
  • Schlaflosigkeit
  • Logorrhoe ( Rededrang )
  • Ideenflüchtigkeit bis hin zur manischen Verworrenheit
  • Sprunghaftigkeit
  • Enthemmung
  • Distanzlosigkeit
  • Selbstüberschätzung
  • Sprunghaft wechselnde Pläne

Wichtig! Ärztliche Untersuchung um Hirnerkrankung auszuschließen.

Formen:

  • Hypomanie
  • Manische Episode ohne psychotische Symptome ( ohne Wahn oder Halluzinationen )
  • Manische Episode mit psychotischen Symptomen ( mit Wahn oder Halluzinationen )

Ist eine zu vergrößerte Bildwahrnehmung.

Ist eine Entzündung der Hirnhäute, ausgelöst durch Viren oder Bakterien.

Ist eine Entzündung das Gehirns und der Hirnhäute, ausgelöst durch Viren oder Bakterien.

Es handelt sich um eine verzerrte Bildwahrnehmung; gesteigert Farbigkeit, (Alice-im Wunderland-Syndrom)

Hierbei handelt es sich um eine verkleinerte Bildwahrnehmung. Der Patient sieht alles kleiner als es real ist.

Dies beschreibt eine Wortkargheit bis hin zum Verstummen.

N

Symptome:

  • Übermäßige Selbstsicherheit
  • Grandioses Gefühl der Wichtigkeit
  • Verlangt nach übermäßiger Bewunderung
  • Zeigt arrogantes und überhebliches Verhalten
  • Mangel an Empathie
  • Fantasien von grenzenlosen Erfolg, Macht, Glanz, Schönheit und idealer Liebe
  • Neidisch auf andere oder glaubt andere seien neidisch auf die eigene Person

Der Begriff Negativsymptomatik oder auch Minussymptomatik fasst verschiedene Symptome zusammen, die im Rahmen einer Schizophrenie auftreten können. Sie sind gekennzeichnet durch Herabsetzung, Minderung und Verarmung psychischer Merkmale eines Menschen.

Beispiele:

  • Die Aufmerksamkeit ist herabgesetzt
  • Sprachverarmung
  • Verflachter Affekt
  • Unfähig Freude zu empfinden

Dabei handelt es sich um Wortneubildungen, die es im üblichen Sprachgebrauch nicht vorkommen.

Dies kommt bei Schizophrenie vor oder manchmal bei frühkindlichem Autismus.

 

Geistige Überanstrengung und erhöhte Müdigkeit

  • Einhergehend mit Muskelschmerzen, Benommenheit, Spannungskopfschmerz und Schlafstörungen

Der Betroffene ist unfähig sich zu entspannen und neigt zu erhöhter Reizbarkeit

Die Symptome müssen min. 3 Monate vorhanden sein.

 

Dabei handelt es sich um Überträgerstoffe, die an den Nervenendigungen freigesetzt werden (Noradrenalin, Serotonin)

O

Man unterscheidet zeitliche, örtliche, situative Orientierungsstörung und eine Störung zur eigenen Person.

Zeitlich – Datum, Wochentage können gar nicht oder nur teilweise benannt werden.

Örtlich – Der gegenwertige Aufenthaltsort kann nicht oder nur bedingt benannt werden.

Situativ – Die gegenwertige Situation kann gar nicht oder nur teilweise erfasst werden.

Zur eigenen Person – Die aktuelle Lebenssituation kann nur bedingt oder gar nicht wieder gegeben. werden

Bei dieser Störung handelt es sich um ein krankhaftes Gesundessen mit Folgen des Untergewichts.

Die Störung ist langandauernd und kann zur sozialen Isolation führen.

Symptome:

  • Ständiges gedankliches Befassen mit dem Thema Essen
  • Manchmal zwanghaftes Fasten
  • Schuldgefühle falls vom Ernährungsplan abgewichen wird
  • Manchmal kommt es zum Missionierungseifer bei dem Betroffenen, um andere von seiner Ernährung zu überzeugen

 

P

Es handelt sich um eine Erinnerungsverfälschung, dazu gehören das Déjà-vu und das Jamais-vu.

Dabei handelt es sich um eine Schlafstörung, welche auch als Aufwachstörung bezeichnet werden kann. Es kommt zu einer Übergangsstörung zwischen Wachzustand und Schlafzustand. Ein Typisches Bild was zu dieser Schlafstörung gehört ist das Schlafwandeln.

Symptome:

  • Übertriebene Empfindlichkeit auf Rückschläge und Zurückweisungen
  • Neigung zu dauerhaften Groll
  • Kann nicht vergaben
  • Misstrauen anderen gegenüber
  • Streitsüchtig, unangemessenes Bestehen auf eigene rechte
  • Selbstgezogen und Überheblich
  • Häufiges beschäftigen mit Verschwörungen

Sind tief verwurzelte, anhaltende und weitgehend stabile Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Der Betroffene empfindet diese Verhaltensmuster zu sich gehörend und würde behaupten „ er/sie sei schon immer so „.  Bei der Selbstwahrnehmung, der Kontaktaufnahme und in der Gestaltung von Beziehungen zu anderen weicht sein Verhalten von der Norm der Bevölkerung ab. Persönlichkeitsstörungen sind sehr komplex und entwickeln sich im Kindesalter bis zum jungen Erwachsenenalter.

Formen:

  • Paranoide Persönlichkeitsstörung
  • Schizoide Persönlichkeitsstörung
  • Dissoziale Persönlichkeitsstörung
  • Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung
  • Histrionische Persönlichkeitsstörung
  • Anankastische Persönlichkeitsstörung
  • Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung
  • Abhängige Persönlichkeitsstörung

nicht näher bezeichnete Formen:

Narzisstische PS; exzentrische PS; passiv-aggressive PS; neurotische PS; Haltlose PS; Unreife PS

Anhaltender Verzehr nicht essbarer Substanzen wie Erde, Farbschnipsel usw..
Sie kann als eines von vielen Symptomen einer umfassenderen psychischen Störung wie Autismus auftreten oder sie kann als relativ isolierte psychopathologische Auffälligkeit vorkommen

Eine hohe Sprechgeschwindigkeit mit Störung der Sprechflüssigkeit, jedoch ohne Wiederholungen oder Zögern.  Das Sprechen ist unregelmäßig und unrhythmisch, mit schnellen, ruckartigen Anläufen, die gewöhnlich zu einem fehlerhaften Satzmuster führen.

1.zunehmende Einengung von Verhalten, Affekt, zwischenmenschlichen Beziehungen
2.Aggressionsstau und Wendung der Aggression gegen das eigene Ich
3.Selbstmordphantasien und Selbstmordpläne und  -impulse

Zusammenbruch der individuellen Bewältigungsstrategien des Patienten durch Krankheits- und Umgebungsbedingungen.
Vitale Gefährdung steht im Hintergrund.
Indikation für eine psychiatrische Krisenintervention.

Sind Notfälle sie meist durch eine psychiatrische Krankheit bedingt werden. In der Regel besteht für den Patienten Lebensgefahr oder die Möglichkeit schwerwiegender Folgen. In diesen Notfällen ist ein unmittelbares Eingreifen unabdingbar.

Zu den Notfällen gehören:

  • Suizidalität
  • Angst- und Panikattacke
  • Erregungszustände
  • Kataton-stuporöse Zustände
  • Bewusstseinsstörungen
  • Entzugssyndrome; Delir
  • Akute Wahn- und Sinnesstörungen

In diesen Fällen den für den Praxisstandort verantwortlichen Sozialpsychiatrischen Dienst anrufen!

Dieser Bereich der Psychotherapie untersucht die Wechselwirkung zwischen psychischen und somatischen Vorgängen. Nach analytischer Ansicht wird von einem Zusammenhang von somatischen Störungen und ungelösten inneren Konflikten ausgegangen.

 

R

– tritt vor dem 5. Lebensjahr auf – widersprüchliche, ambivalente Reaktionen – von einer emotionaler Störung begleitet, Verlust emotionaler Ansprechbarkeit, sozialer   Rückzug, – aggressive Reaktionen auf eigenes oder fremdes Unglücklich sein – und/oder ängstliche Überempfindlichkeit – Nachweis, dass soziale Ansprechbarkeit möglich ist (DD Asperger-Autismus) – möglicherweise mit Wachstumsverzögerung Das Syndrom tritt wahrscheinlich als direkte Folge schwerer elterlicher Vernachlässigung, Missbrauch oder schwerer Misshandlung auf.

Bezeichnet im Allgemeinen die psychische Wiederstandfähigkeit, häufig primär von Kindern.

  1. Resilienz ist ein dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess.
  2. Resilienz ist eine variable Größe, die während der Lebensspanne und interindividuell variieren kann.
  3. Resilienz ist situationsspezifisch und multidimensional. Kinder können in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich gute Kompetenzen zeigen.

Diese Frühkindliche Entwicklungsstörung hat eine genetische Ursache (Chromosomendefekt) und kommt nur bei Mädchen vor. – nach einer scheinbar normalen frühen Entwicklung erfolgt ein: –  teilweiser oder vollständiger Verlust der Sprache, –  der lokomotorischen Fähigkeiten –  Gebrauchsfähigkeiten der Hände –   gemeinsam mit einer Verlangsamung des Kopfwachstums Beginn dieser Störung liegt zwischen dem 7. und 24. Lebensmonat. Der Verlust zielgerichteter Handbewegungen, Stereotypien in Form von Drehbewegungen der Hände und Hyperventilation sind charakteristisch. Sozial- und Spielentwicklung sind gehemmt, das soziale Interesse bleibt jedoch erhalten.

Das Sprachverständnis des Kindes ist beeinflusst, auch die expressive Sprache ist deutlich beeinflusst. Es kann zu Störungen in der Wort-Laut-Produktion kommen.

S

Der Mensch durchläuft während des Nachtschlafes mehrere Phasen die sich 3-5-mal wiederholen.

  1. Wachzustand: Alpha-Aktivität
  2. Einschlafzustand: Zerfall der Alpha-Aktivität mit Frequenzinstabilität
  3. Leichtschlafstadium: Theta-Aktivität
  4. Mitteltiefes Schlafstadium/Tiefschlafstadium: Delta-Wellen
  5. Paradoxer (REM) – Schlaf: Alpha-Aktivität mit Frequenzinstabilität wie Einschlafstadium, intensive Traumtätigkeit

Symptome:

  • Nur wenig Tätigkeiten bereiten Freude
  • Emotionale Kühle, abgeflachter Affekt
  • Kaum Fähig zärtliche Gefühle oder Wut zu zeigen
  • Wenig Interesse an sexueller Tätigkeit
  • Bevorzugt Tätigkeiten die man alleine durchführen kann
  • Hat oder wünscht keine engen Freunde
  • Mangelndes Gefühl für geltende soziale Normen

Diese werden Umgangssprachlich auch als Halluzinationen bezeichnet.

Dabei treten anhaltende und wiederholte körperliche Beschwerden ohne organischen Befund auf.

Ursache:

  • durch psychische Belastungen
  • durch innere Konflikte

Symptome:

Es müssen sechs oder mehr Symptome aus den unteren Bereichen auftreten.

  • Verdauungstrakt
  • Herz-Kreislauf-System
  • Nervensystem
  • Urogenitalbereich
  • Gynäkologischer Bereich

Therapie:

Mit dem Patienten arbeiten an:

  • Der Wahrnehmung und verbalen Ausdrucksfähigkeit von Gefühlen
  • Selbstwahrnehmung
  • Körperwahrnehmung
  • Der Selbstbeziehung
  • Der Beziehungsfähigkeit

Weitere Möglichkeiten:

  • Genusstraining
  • Biofeedback
  • Stressmanagement, verbesserte Selbstorganisation, Abgrenzungsfähigkeiten
  • Entspannungstraining
  • Atemtherapie nach Middendorf
  • Hypnotherapie

Bei dieser Störung treten wechselnde Körpersysteme ohne organischen Befund auf. Diese Symptome treten über 2 Jahre auf. Die Betroffenen beschäftigen sich permanent mit ihren Symptomen und sie unterziehen sich zahlreichen Untersuchungen. Die Betroffenen weigern sich hartnäckig die medizinische Diagnose zu akzeptieren.

Der betroffenen leidet unter andauernden, quälenden Symptomen vegetativer Erregung, die von dem Klienten einer körperlichen Krankheit zugordnet werden. Für diese Symptome gibt es keine medizinische Diagnose.

Symptome:

Symptome treten in einem oder mehreren Organsystemen aus dem unteren Bereich auf.

  • Herz-Kreislauf-System
  • Speiseröhre
  • Magen
  • Darm
  • Atmung
  • Nieren Und Blasensystem

 

Der Klient leidet unter anhaltenden schweren Schmerzen, ohne körperliche Ursachen. Die Schmerzen müssen über eine Zeit von 6 Monaten anhalten.

Bei folgenden Symptomen muss differentialdiagnostisch eine Autoimmunerkrankung abgeklärt werden:

  • Morgensteifigkeit
  • Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht

 

Unter diesem Begriff versteht man das Schlafwandeln und das gehört zu den Schlafstörungen (Parasomnien).

Der Klient berichtet über seine Ausbildung, seinen Beruf, seine Interessen und Hobbys. Des Weiteren berichtet er über seine sozialen Kontakte und Lebensgewohnheiten.

Somnolenz gehört zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen, die den Grad der Wachheit einer Person bezeichnet. In diesem Zustand ist die Person schläfrig aber weckbar.

Ursachen:

  • Intoxikationen durch Drogen, Alkohol und Medikamenten
  • Infektionen oder Entzündungen des Nervensystems
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall
  • Epelepsie
  • Erhöhter Hirndruck

Dabei handelt es sich um motorische Bewegungen die die Tendenz aufweisen sich über einen längeren Zeitraum hindurch in immer gleicher Form zu wiederholen.

Nichtselbstbeschädigent: Körper- oder Kopfschaukeln, Haaredrehen, Händeklatschen oder Fingerschnipsangewohnheiten

Selbstbeschädigent: Kopfanschlagen, Ins-Gesicht-schlagen, in die Hände oder andere Körperteile  beißen.

Dabei handelt es sich um eine Schlafstörung, die in verschiedene Typen eingeteilt werden kann:

  • Vorverlagerter Typ: Früherwachen
  • Verzögerter Typ: verspätetes Erwachen
  • Desorganisierter Typ: Fehlen der täglichen Hauptschlafperioden
  • Wechselnder Typ: Schichtarbeit

Im allgemeinem kann man sagen: Das Schlaf-Wach-Muster der Betroffenen ist nicht synchron mit dem gewünschten Schlaf-Wach-Rhythmus der allgemeinen Gesellschaft.

Sopor gehört zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen, die den Grad der Wachheit einer Person bezeichnet. In diesem Zustand ist die Person nur schwer weckbar, das ist mit großer Anstrengung verbunden.

Ursachen:

  • Intoxikationen durch Drogen, Alkohol und Medikamenten
  • Infektionen oder Entzündungen des Nervensystems
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schlaganfall
  • Epelepsie
  • Erhöhter Hirndruck

Hierbei handelt es sich um die Furcht, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen.

Daraus erfolgt die Vermeidung von  sozialer Nähe.

Dies ist meist verbunden mit: Erröten, Angst zu erbrechen, Miktions-/Defäkationsdrang

Betroffener erlebt die Symptome als übertrieben und unvernünftig.

 

Ist die Selbsttötung.

Formen des Suizid:

  • Doppelsuizid-Zwei Menschen töten sich im gegenseitigem Einvernehmen
  • Erweiterter Suizid -ohne Zustimmung des oder der anderen, auch Amoklauf mit Suizid
  • Protestsuizid- im Sinne einer ideellen oder politischen Sache
  • Massensuizid-Fanatiker, Sekten
  1. Phase der Erwägung von Suizid
  2. Phase der Möglichkeit des eigenen Suizids
  3. Phase der Ambivalenz (der Hin und Her Gerissenheit)
  4. Phase des Entschlusses

Es handelt sich um eine psychomotorische Verlangsamung oder Starre des ganzen Körpers bei vollem Bewusstsein, Klient reagiert trotz Wachheit nicht auf Ansprache.

 

T

Hierbei handelt es sich um zentral-nervöse Bewegungsstörungen, die wahrscheinlich durch einen erhöhten Dopaminausschuss  ausgelöst werden. Diese Tics können bei Erwachsenen und Kindern auftreten und werden durch Stress noch verstärkt.

Formen:

  • Motorische Tics: Blinzeln; Kopfwerfen; Schulterzucken und Grimassenieren
  • Vokale Tics: Räuspern; Bellen und Zischen
  • Sprachliche Tics: zwanghaftes Aussprechen obszöner/aggressiver Worte
  • Komplexe Tics: sich selbst schlagen; sowie springen und hüpfen

Leidet eine Person unter verschiedene Tics aus den verschiedenen Rubriken dann spricht man von dem Tourett-Syndrom.

 

Z

Hierbei handelt es sich um eine Therapieform die stützend, beratend, reflektierend und selbstexplorierend arbeitet. In dieser Therapieform geht es um die Stabilisierung und die aktuelle Entlastung des Klienten.

Therapieformen:

  • Gesprächspsychotherapie
  • Lösungsorientierte Kurzzeittherapie

Diese Störung gehört zu  den Bipolaren affektiven Störungen, allerdings sind die Ausschläge der Episoden geringer. Sie reichen von einer Hypomanie bis zur Melancholie. Wird umgangssprachlich als leichte Stimmungslabilität bezeichnet. Muß mindestens über 2 Jahre bestehen.