Mehr als nur Frühlingsgefühle – die Sonne und ihre Wirkung auf unsere Psyche

Mehr als nur Frühlingsgefühle – die Sonne und ihre Wirkung auf unsere Psyche

Sie ist eins der wichtigsten Dinge für Mensch, Tier und Natur. Durch sie kann Leben überhaupt erst entstehen und sie beeinflusst unser ganzes Leben: Die Sonne. In dem heutigen Beitrag befasse ich mich näher mit dem Thema, wie sich die Sonne auf unseren Körper und unsere Psyche auswirkt.

Was macht die Sonne für uns so wichtig?

Vielleicht kennt es nicht jeder, aber an regnerischen Tagen fehlt einem manchmal die Motivation etwas zu bewegen, zu unternehmen oder etwas zu verändern. Sobald jedoch die ersten Frühlingstage mit dem Sonnenschein da sind, fühlen wir uns stärker, glücklicher und ausgeglichener. Unsere Achtsamkeit ist gesteigert und dadurch nehmen wir alles viel intensiver wahr. Auch die Natur erwacht zu neuem Leben und alles blüht und wächst.

Bei uns Menschen liegt dies an der durch die Sonneneinstrahlung ausgeschütteten Hormonen. Diese sind Serotonin, Noradrenalin und Dopamin.

Serotonin ist bekannt als das Wohlfühlhormon. Es wirkt schmerzhemmend und ist für unsere Stimmungsaufhellung zuständig. Dieses Hormon wird auch bei dem Verzehr von Schokolade freigesetzt.

Noradrenalin wird bei physischem und psychischem Stress ausgeschüttet. Dadurch sind wir leistungsstärker und unsere Aufmerksamkeit ist gesteigert. Falls unser Gehirn jedoch nicht eindeutig wahrnimmt, dass der Stress abgebaut ist, wird eine konstante Freisetzung von Noradrenalin hervorgerufen.

Dopamin arbeitet im Gehirn als Neurotransmitter. Es sendet verschiedene Signale in andere Nervenzellen. Es ist also für die Weiterleitung unserer Empfindungen zuständig. Dinge, die uns auf irgendeine Art und Weise glücklich machen, wie z.B. Musik, soziale Interaktion, Sport und Hobbys, fördern die Ausschüttung dieses Hormons.

Alle zusammen steigern das allgemeine Wohlbefinden, regulieren im Körper verschiedene Abläufe und vertreiben depressive Verstimmungen.

Diese Glückshormone sind wahre Stimmungsaufheller!

Zusammengefasst: Sonnenstrahlen können uns glücklicher machen. Wichtig jedoch ist zu wissen, dass sie noch viel mehr in unserem Körper steuern. Sie sind auch für den Schlaf-Wach- Rhythmus zuständig und steuern somit auch unseren Hormonaushalt. Zudem bildet das Sonnenlicht in unserem Körper das Vitamin D. Dieses benötigt unser Organismus für das Immunsystem, den Knochenaufbau und die Muskeln.

Durch das natürliche Licht wird unser Tagesrhythmus bestimmt. Morgens reagiert der Körper auf die Lichtstrahlen und verdrängt die Müdigkeit, die durch das Hormon Melatonin hervorgerufen wird. Abends jedoch, wenn die Sonne untergegangen ist, wird dieses wieder vermehrt ausgeschüttet. Dies lässt uns müde werden und zur Ruhe kommen. Dieser Rhythmus ist für jeden Menschen individuell.

Wenn wir Menschen allerdings zu wenig Licht und Sonne, was im Winter der Fall ist, abbekommen, kann dies auch durchaus einen negativen Einfluss auf unseren Körper und auf unser allgemeines Befinden haben. Folgende Symptome zählen u.a. dazu:

  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Leistungsabbruch
  • Allgemeine abgeschlagene Stimmung

Um diesen Symptomen entgegenzuwirken, kann man ganz bewusst jeden Tag, egal ob die Sonne scheint oder nicht, die Natur genießen.

Folgende Impulse können ebenfalls hilfreich sein, um den Effekt des Wohlbefindens bewusst zu erzielen und beizubehalten:

  • Spaziergänge in der Natur
  • Weniger künstliches Licht
  • Lichttherapie
  • Vitamin D Präparate (unter ärztlicher Absprache)
  • Sport und eine ausgewogene Ernährung

Fazit

Die Sonne hilft uns in so vielerlei Hinsicht und zeigt, dass nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Psyche durch die Sonne stark beeinflusst wird. Wir brauchen sie, um unser Leben kreativ, ausgeglichen und mit weniger Stress zu gestalten.

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren Ausbildungen zum Heilpraktiker für Psychotherapie:

Dieser Beitrag wurde von Saskia Ewers verfasst. Sie ist zertifizierte Psychologische Beraterin, Schemacoach und Entspannungspädagogin sowie ehemalige Schülern der Deutschen Heilpraktikerschule Mülheim / Ruhr.

Kommentar verfassen

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.