Ausleitungsverfahren Diaphorese ‒ Schwitzen als Regualtion der Körpertemperatur

Ausleitungsverfahren Diaphorese ‒ Schwitzen als Regualtion der Körpertemperatur

Ausleitungsverfahren Diaphorese ‒ Schwitzen als Regualtion der Körpertemperatur: Schwitzen, medizinisch als Diaphorese oder Transpiration bezeichnet, dient in erster Linie der Regulation unserer Körpertemperatur. In der Naturheilkunde stellt das Schwitzen, neben Aderlass, Blutegeltherapie oder Schröpfen eine Methode der Ausleitungsverfahren dar. Die sogenannte diaphoretische Therapie bewirkt eine Steigerung der Hautdurchblutung. Die kapillaren Gebiete des Körperkreislaufes werden geöffnet und die Schweißsekretion entsprechend angeregt.

Sinn ist es, eine Wirkung ähnlich dem Heilfieber zu erzeugen. Der Stoffwechsel kann schneller ablaufen, das Immunsystem effektiver arbeiten, ohne dass es zu einem Wärmestau kommt. Günstige Nebeneffekte sind weiterhin die:

  • Beschleunigung des Blutflusses,
  • Erwärmung lokaler Unterkühlungsbereiche (v. a. Hände und Füße)
  • sowie Durchblutungssteigerung von Muskulatur und Haut.

Wie funktioniert das Ausleitungsverfahren Diaphorese?

Die diaphoretische Wirkung kann mittels Tees, Schwitzbädern, Medikamenten oder als milde Hyperthermie mit Tiefenwärmegeräten durchgeführt werden. Wichtig bei der diaphoretischen Therapie ist eine ausreichende Trinkmenge. Empfehlungen werden je nach Körpergewicht ausgesprochen:

  • bis 70 Kilogramm ‒ zwei Liter täglich
  • bis 90 Kilogramm ‒ drei Liter täglich
  • und über 90 Kilogramm ‒ vier Liter täglich.

Wann ist eine Diaphorese sinnvoll?

Schwitztherapien sind angezeigt bei:

  • Wärmeregulationsstörungen,
  • Kopfschmerzen durch verspannte Nackenmuskeln
  • oder auch beim sogenannten Zervikobrachialsyndrom.

Achtung bei Hautkrankheiten, fieberhaften Zustände und akuten rheumatischen Erkrankungen. Hier ist von eine therapeutischen Diaphorese abzusehen.

Dieser Beitrag wurde vom Team der Fernakademie verfasst.