Lagerkoller im Lockdown – Strategien gegen die Tristesse

Lagerkoller im Lockdown – Strategien gegen die Tristesse

Jetzt haben wir schon so lange Lockdown und das Aufeinanderhocken ist schon fast nicht mehr aushaltbar. Wo es geht, hält man nicht nur draußen, sondern auch in der Familie oder in der Beziehung ein bisschen mehr Distanz. Vielleicht gibt es auch Vereinbarungen für Zeiten, zu denen sich jedes Familienmitglied in ihr oder sein Zimmer oder ihren oder seinen Bereich zurückzieht, ohne die anderen zu stören. Zeit für sich allein, Abstand voneinander, das hilft gegen den Lagerkoller, aber was fängt man mit dieser Zeit für sich an?

Kreatives gegen den Lagerkoller

Am besten etwas Kreatives. Postkarten selbst malen und verschicken. Ein Päckchen oder eine Luftpolstersendung für die Oma, die Eltern oder eine Freundin zusammenstellen. Etwas hineintun, das ein bisschen zu teuer ist, um es sich selber zu kaufen, das aber ganz einfach in einem größeren Supermarkt oder in einer Drogerie besorgt werden kann. Vielleicht etwas Besonderes zum Naschen, ein Duftbad, eine Gesichtsmaske. Auch in größeren Asia Supermärkten finden sich manchmal nette kleine Geschenke wie Essstäbchen, Teetassen oder ein besonders Gewürz. Oder selbst gebackene Kekse – die kann man ja auch verschicken, wenn nicht gerade Weihnachten ist – und jemand anderes freut sich darüber.

Neue Farben zu Hause

Wer keine Lust hat, etwas zur Post zu bringen, kann im Lockdown auch für sich selber kreativ sein. Über Click & Collect Farbe oder Tapete bestellen und das Zimmer neu streichen oder tapezieren. Dabei bitte sich nicht im Überschwang für rot oder pink entscheiden, denn diese Farben sind zwar poppig und anders, aber man hält sie nicht so lange aus wie Pastellfarben oder beruhigende Farben wie (hell-) blau oder grün. Bring mit den Farben das Meer oder den Wald in deine Wohnung oder dein Zimmer. Finde heraus, welche Farbtöne dir guttun, denn schon die Beschäftigung mit der Wirkung verschiedener Farben bringt Buntes in den Alltag. Das Zimmer oder die Wohnung neu zu gestalten kann auch gleich mit einer Runde Ausmisten kombiniert werden. Welche Kleidungsstücke habe ich schon lange nicht mehr getragen? Welche Tupperdosen habe ich doppelt und dreifach? Sich hier und da von etwas zu trennen, ist eventuell eine echte Erleichterung in Zeiten, in denen eher vieles schwer auf uns lastet.

Etwas produzieren im Lockdown

Mal wieder das Stickzeug rausholen. Wie ging das noch gleich? Im Web kann man sich alles angucken, da muss man sich nur noch Wolle besorgen, die Anleitung ist im Handumdrehen gefunden. Von Topflappen über Sofakissen bis zum Pullover, wenn es selbstgemacht ist, ist man hinterher auf jeden Fall auch ein bisschen stolz und die Seele strahlt wieder ein bisschen mehr. Genauso wirksam kann Malen-nach-Zahlen sein. Nicht nur Retro-Saurier haben daran Spaß, auch 18-Jährige finden das cool und vertiefen sich in Motiv und Farben. Meine „Corona-Topflappen“ oder mein „Corona-Bild“ werden mich auf jeden Fall daran erinnern, dass ich in dieser langen Zeit auch etwas Nützliches produziert habe.

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren Ausbildungen zum Heilpraktiker für Psychotherapie:

Dieser Beitrag wurde von Dr. Bettina Klingner verfasst. Sie ist Dozentin für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie an der Deutschen Heilpraktikerschule Aschaffenburg.

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