Ingwer – die Heilpflanze des Jahres 2018

Ingwer – die Heilpflanze des Jahres 2018

Ingwer ist mehr als nur das bekannte Gewürz, was wir auch gerne in der Weihnachtszeit in Gebäck, Glühwein oder kandiert verwenden. Ingwer ist eine Heilpflanze, welche besonders in der ayurvedischen Medizin als das würzig-scharfe Arzneimittel schlechthin gilt. Die Inhaltsstoffe der Wurzel wärmen den Körper, besänftigen den Magen, fördern die Verdauung und kurbeln den Stoffwechsel an.

Welche Inhaltsstoffe machen den Ingwer so besonders?

Ingwer enthält zwei bis drei Prozent ätherische Öle (Zingiberen und Zingiberol) und fünf bis acht Prozent Scharfstoffe (Gingerol und Shogaol) sowie Bitterstoffe, Fette, Zucker und Schleime.

Diese Kombination der Inhaltstoffe machen den Ingwer zu einer vielseitig einsetzbaren Heilpflanze.

Er wirkt u.a. brechreizlindernd, appetitanregend, keimtötend und entzündungshemmend. Seefahrer kauten früher schon auf Ingwerwurzeln, um nicht seekrank zu werden. Auch entzündliche Schmerzen in den Gelenken können durch Ingwer positiv beeinflusst werden. Aber Achtung bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten: Hier sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

Ingwer in der Aromatherapie

Ätherisches Ingweröl kommt auch in der Aromatherapie vielseitig zum Einsatz. Innerlich kann es beispielsweise bei Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen oder bei Erkältung verwendet werden. 3 Tropfen ätherisches Ingweröl kann vermischt mit einem Teelöffel Honig in ein Glas Tee oder Wasser eingerührt werden.

Zur äußerlichen Anwendung stellt man eine Lösung aus 20 Tropfen ätherischem Ingweröl und einem Glas abgekochten Wasser her.  Angewendet werden kann diese Lösung als Einreibung bei rheumatischen Beschwerden, aber auch zum Gurgeln bei einer Angina und Erkältungskrankheiten. Ein Bad mit einigen Tropfen Ingweröl gemischt mit einem Teelöffel Mandelöl wirkt wärmend und entspannend.

Ingwer als Hausmittel

Viele kennen Ingwer bereits als bewährte Teezubereitung zur Abwehr von Erkältungskrankheiten. Dazu wird ein Stück Ingwer geschält, in Stücke geschnitten und in einem Liter Wasser gekocht und warm getrunken.

 

Dieser Beitrag wurde von Nicole Wichmann, Absolventin der Ausbildung zum Heilpraktiker für Naturheilkunde an der Deutschen Heilpraktikerschule Leipzig, verfasst.

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