Hunger, Appetit, Überernährung – Wie ernähre ich mich richtig?

Hunger, Appetit, Überernährung – Wie ernähre ich mich richtig?

Hunger hat uns in der Jäger- und Sammlerzeit dazu angetrieben, pflanzliche Nahrung zu sammeln und tierische Nahrung zu jagen. Nur so konnten wir das Überleben unserer Sippe sichern und über den Winter bringen. Dieser Urinstinkt ist nach wie vor in unseren Genen verankert. Damals war nicht gesichert, dass wir täglich ein oder mehrere Mahlzeiten zur Verfügung haben, somit wurden wir auf natürliche Art und Weise dazu angehalten mit wenig Nahrung auszukommen oder auch mal gezwungenermaßen zu fasten.

Heute leben wir in einer Überflussgesellschaft (jedenfalls in Europa), in der niemand wirklich hungern muss. Trotzdem neigen wir nach wie vor dazu, Vorräte anzulegen und „um das Überleben zu sichern“ lieber mehr als weniger zu essen.

Gegessen wird also nicht aus Hunger, sondern aus Appetit und der Gewohnheit, morgens, mittags und abends eine ordentliche Mahlzeit einzunehmen, ob wir die Menge an Nahrungsenergie benötigen, spielt hierbei keine Rolle.

Was richtet überschüssige Energiezufuhr an?

Besteht die Nahrung größtenteils aus Zucker, sprich Kohlenhydraten (besonders die konzentrierten wie Getreide), provozieren wir im Blutkreislauf stark schwankende Blutzuckerspiegel. Überschüssige Glukose wird von der Leber in Speicherfett als Vorrat für „schlechte Zeiten“ umgewandelt. Das ist der hauptsächliche Faktor für das Entstehen von Übergewicht. Da als erstes die inneren Organe überfetten, werden sie in ihrer Funktion eingeschränkt, ein gutes Beispiel ist die Fettleber (hier nicht durch Alkohol verursacht) oder die Bauchspeicheldrüse (was langfristig zum Diabetes führt).

Was ist zu tun?

Da wir nicht gerne hungern (dies kennen alle, die schon mal gefastet haben) und uns schwertun, auf ein Zuviel an Nahrung zu verzichten, gibt es einen einfachen Ernährungstrick: Besteht unsere Mahlzeit aus deutlich mehr Fett und Eiweißen, werden wir schneller langanhaltend satt (mindestens 5 Stunden lang haben wir keinen Appetit auf Nahrung).

Sie haben sicher schon von dem Intervallfasten gehört? In einem Zeitfenster von 8 Stunden 2 Mahlzeiten einnehmen, dann 16 Stunden lang nichts zu sich nehmen außer Flüssigkeit in Form von Wasser. Bei einer eiweiß- und fettreicheren Kost gibt es im Blutkreislauf keine großen Blutzuckerschwankungen, was unserer Gesundheit zu Gute kommt.

Wir können leicht auf die vielen süßen „Verlockungen“ verzichten, da wir satt sind und einfach keinen Appetit auf „Ungesundes“ haben. Ein weiterer Vorteil dieser Ernährungsform ist: Wir essen deutlich geringere Mengen an Nahrung. Dies schont den Darm und führt zu einem guten Bauchgefühl, zudem nehmen wir weniger Umweltgifte und pflanzliche Abwehrstoffe (Giftstoffe wie Lektine) auf.

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren Ausbildungen zum Heilpraktiker für Naturheilkunde:

Dieser Beitrag wurde von Gerd Duffe verfasst. Er ist Mitinhaber der Deutschen Heilpraktikerschule Dresden und leitet dort den Fachbereich Naturheilkunde.

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