Dornwarzen – Entstehung und Risikofaktoren

Dornwarzen – Entstehung und Risikofaktoren

Die Dornwarze (lateinisch Verrucae plantares), auch Plantarwarze genannt, wird durch die HPV Typen 57, 27 und 1a verursacht.

Ähnlich wie ihre Verwandten, die Mosaikwarzen, kommen sie vermehrt an den plantaren Hautoberflächen und Fußsohlen vor. Von Zeit zu Zeit, aber eher selten können sie auch in den inneren Handflächen vorkommen.

Charakteristisch für die Dornwarze ist – daher auch der Name – dass diese im Gegensatz zu den Mosaikwarzen, die nur auf der Hautoberfläche entstehen, einen Dorn ausbilden. Dieser Dorn kann von der Oberfläche aus weit in die Tiefe gehen und macht die Entfernung der Dornwarze meistens recht schwierig. Des Weiteren ist sie deutlich schmerzhafter als andere Warzenarten. Sie kann sich sehr störend auswirken vor allem beim Gehen und Auftreten mit dem betroffenen Fuß. In manchen Fällen kann man die Dornen der Warze sogar mit den Fingern abtasten.

Wie entstehen nun diese schmerzhaften, stacheligen Dornwarzen?

Die Virenerreger der Dornwarze werden hauptsächlich durch Schmierinfektion übertragen. Dornwarzen werden in allen Altersgruppen gesehen, sind aber besonders häufig bei Kindern im Alter von 10 bis 16 Jahren zu entdecken und treten eher selten bei älteren Menschen auf.

Die genannten Viren kommen meistens in vielbesuchten, feuchten und warmen Orten wie Schwimmbädern oder Duschen vor, wo sich die Humanen Papillomviren optimal entwickeln können und sich einen Eintritt, vor allem an mikro-verletzten Hautstellen (vorrangig an Fußsohlen) verschaffen (Inkubation). Mikro-Verletzungen sind kleine, kaum spürbare Verletzungen der Hautoberfläche.

Darüber hinaus kann in einigen Fällen auch ein geschwächtes Immunsystem wegen bestimmter Medikamente oder Krankheiten dafür verantwortlich sein bzw. die Viren stimulieren.

Für das stetige Wachstum nach der Inkubation verantwortlich ist auch die Tatsache, dass eine Infektion als solche zunächst unbemerkt bleibt. Es dauert meist Wochen oder Monate bis sich eine spürbare und sichtbare Warze bemerkbar macht. So hat die Dornwarze genügend Zeit, sich an der Stelle auszudehnen bzw. in die Haut tief einzubohren.

Daher ist als Präventionsmaßnahme der Schutz gegen Warzen vor allem in feuchten, vielbesuchten Bereichen immer noch auf die eigene Hygiene und Vorsicht angewiesen. Die Inkubationsgefahr ist groß.

Wie sieht es nun mit der Entfernung bzw. Behandlung der Dornwarzen aus?

Generell empfiehlt es sich, möglichst schnell mit einer Behandlung der Warze zu beginnen, sobald man diese bemerkt hat. Denn je tiefer der Dorn der Dornwarze sich immer weiter in die Fußsohle oder betroffene Stelle drängt, umso aufwändiger, länger und schmerzhafter wird die Behandlung sein.

Neben althergehenden Hausmitteln, die in einigen Fällen durchaus nützlich aber auch risikoreich sein können und der allgemeinen Stärkung des Immunsystems kommen heute vor allem folgende Methoden mit medizinischer Fachunterstützung zum Entfernen der Dornwarze in Frage:

  • Die Vereisungsmethode: Bei dieser Methode wird die Dornwarze bei Temperaturen bis
    -80° Celsius vereist. Dadurch sterben nicht nur die Warzenviren, sondern auch die betroffenen Zellen ab, die mit den Warzenviren infiziert sind.
  • Bei den säurehaltigen hornhautlösenden Mitteln wird die Haut mit verschiedenen Säurearten samt Warze aufgeweicht. Die eingeweichte und sterbende Haut löst sich nach und nach ab. Unter der toten Warzenschicht, die sich enthaftet, bildet sich damit eine neue Haut, bis die Warze schließlich gänzlich abgestoßen wird und abfällt.

 

Quelle: www.dornwarze.net

 

Dieser Gastbeitrag wurde von Valeria Junker verfasst.

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