Die Großen Heiler: Hippokrates

Die Großen Heiler: Hippokrates

Oder was Hippokrates mit dem Corona-Virus zu tun hat

Bei unserer Reise durch den Werdegang vieler großer Heiler haben wir Ihnen wichtige Persönlichkeiten vorgestellt, die unsere heutige Medizin entscheidend geprägt und beeinflusst haben.

Wir besuchten etwa Galen im römischen Reich, dessen Geschichte dem Äskulap-Stab seinen Namen gab, waren zu Gast im Kloster der Hildegard von Bingen und durften unsere müden Beine beim Wassertreten des Pfarrers Sebastian Kneipp erfrischen.

Heute: Hippokrates

Unseren letzten Beitrag dieser Reihe widmen wir Hippokrates, der als berühmtester Arzt und Begründer der wissenschaftlichen Medizin bereits zu Lebzeiten geschätzt und geachtet wurde und durch sein Wirken bis heute von Bedeutung ist.

Er wurde ca. 400 v. Chr. in Griechenland in eine Arztfamilie geboren. Seine Familie stammte Überlieferungen zufolge aus dem Geschlecht der Asklepiaden, die sich als Nachfahren des Heilgottes Asklepios sahen. Asklepios gab dem bereits oben beschriebenen Äskulap-Stab seinen Namen.

Homeschooling

Hippokrates wurde zu Hause von seinem Vater in Medizin unterrichtet. Dies war nicht ungewöhnlich; zur jetzigen Zeit der Corona-Pandemie greifen viele Eltern wieder darauf zurück, nur nennen sie es Homeschooling.

Weiterhin wurde er in Philosophie und Rhetorik ausgebildet und wuchs zu einem gebildeten jungen Mann heran.

Nach seinen Studien sammelte der Arzt Hippokrates auf Reisen durch Griechenland und Kleinasien erste Erfahrungen mit der Behandlung von schwerkranken Menschen.

Geschichte wiederholt sich – das Corona-Virus

Seine ersten Schriften konnte Hippokrates dank seiner Erfahrung bei der Eindämmung von Seuchen um ca. 417 v. Chr. verfassen.

Wir sehen, Geschichte wiederholt sich auch nach Jahrtausenden. So wie Hippokrates seinerzeit Seuchen bekämpfte, versuchen unsere Ärzte und Wissenschaftler heutzutage das Corona-Virus einzudämmen.

Könnten wir in die Zukunft blicken, würden wir sicherlich in zweitausend Jahren zusehen, wie Archäologen jetzige Analysen zum Corona-Virus ausgraben…

Wissenschaft und Religion

Hippokrates fühlte sich als Arzt und Heiler mehr zur Wissenschaft als zur Religion hingezogen. Bei der Heilung eines Kranken vertraute er deshalb seiner ärztlichen Lehrmeinung mehr als dem Wort eines Geistlichen.

Sein eindeutiger Standpunkt konnte sich trotz der religiös geprägten Wirren der Jahrhunderte weiter halten und zeigt sich heute noch in Begriffen wie „hippokratischer Eid“.

Corpus Hippocraticum

Viele nachträglich erstellte Schriften zeigen Hippokrates‘ wissenschaftlich geprägte Beobachtungsgabe. Seine These vom Ungleichgewicht der Körpersäfte sowie dessen Behandlungsmöglichkeiten durch z.B. den Aderlass oder das Schröpfen hat sich bis ins 21. Jahrhundert gehalten.

Sogar Anleitungen zu bewährten Arzneimitteln und zu operativen Eingriffen fand man im „Corpus Hippocraticum“, den gesammelten Schriften, teils von Hippokrates selbst oder von seinen Nachfahren erstellt.

Hippokrates starb in Griechenland im Alter zwischen 85 und 105 Jahren. Dass man ihm das biblische Alter von 105 Jahren zutraute, zeigt, dass er für die damalige Zeit sehr, sehr alt geworden sein muss.

Hippokrates 2.0

Hippokrates‘ Nachlass findet man weiterhin in der Gegenwart:

  • angehende Ärzte können den bereits beschriebenen „Eid des Hippokrates“ ablegen (Selbstverpflichtung zu ethischem ärztlichen Handeln) oder
  • Facies hippocratica beschreibt typische Gesichtsveränderungen kurz vor dem Tode oder bei schwerstkranken Patienten.

Diese oder ähnliche Begriffe haben wir Hippokrates zu verdanken; sie haben über die Jahrtausende nichts an Aktualität verloren.

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren Ausbildungen zum Heilpraktiker für Naturheilkunde:

Dieser Beitrag wurde von Heike Wemhoff verfasst. Sie ist Inhaberin der Deutschen Heilpraktikerschule Münster.

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