Der Kartoffel-Effekt – Was haben Ihr Handy und eine Kartoffel gemeinsam?

Der Kartoffel-Effekt – Was haben Ihr Handy und eine Kartoffel gemeinsam?

In der richtigen Dosierung verwendet, sind sie ein Gewinn für unser Leben und geben uns das Gefühl, dass sie unser Überleben sichern. Zumindest tat dies die Kartoffel früher im Winter, richtig gelagert war sie ein wertvoller Vitamin-C-Lieferant, warum sie auch gerne als Zitrone des Nordens bezeichnet wird.

In der heutigen Verarbeitung als fettiges, überwürztes Junkfood in Form von Chips, hat die Kartoffel ihre ursprüngliche Lebensmittelqualität allerdings verfehlt.

Und hier treffen sich Handy und Kartoffel!

In der falschen Art und Weise verwendet, beispielsweise ständig auf das Handy zu schauen und statt gesunden Kartoffeln stark verarbeitete Kartoffelchips zu essen, schadet und macht süchtig! Und vor allem frönen beide der gleichen hinterlistigen Eigenschaft: Einmal angefangen gibt es kaum mehr ein Stoppen!

Handys gelten bei vielen Gesundheitsexperten als strahlenverseucht und machen krank – Fluch und Segen zugleich! Wer möchte schon freiwillig auf sein Handy verzichten?!

Was sagt die Wissenschaft dazu?

Eine neue Studie möchte Entwarnung geben, Handys sollen sogar unserer Gesundheit zuträglich sein aufgrund diverser Fitness-Apps und mehr. Noch nie war es so einfach, als Laie sich mal eben schnell über Gesundheit zu informieren oder mittels Apps ein kleines Trainingsprogramm für zu Hause herunterzuladen.

Wissenschaftler der Universität Oxford haben im Fachblatt Nature Human Behaviour eine neue Studie veröffentlicht, nachdem sie das Wohlbefinden von Teenagern genauer unter die Lupe genommen haben. Dabei kamen sie zu dem Kartoffel-Effekt, denn nichts würde sich besser vergleichen lassen als ein Handy und die Kartoffel.

Dabei stellten die Forscher fest, dass sich die Gesundheit Jugendlicher durch die Nutzung von Handys nur um 0,4 Prozent verschlechtere. So würde sich dies auch im Vergleich zu regelmäßig verzehrten Kartoffelgerichten verhalten.

Was soll der Vergleich zwischen Handy und Kartoffel demonstrieren?

Dass die Gefahr, Teenager würden durch den Gebrauch von Handys verdummen und ihre Gesundheit nachlassen, genauso wahrscheinlich ist, wie wenn sie sich regelmäßig nur von Kartoffelgerichten ernähren würden.

Dabei wurde das Verhalten von rund 350 000 Jugendlichen in den USA und in England untersucht. Allerdings sei die Studie nicht ganz ernst zu nehmen, da sie in der Befragung viel Interpretationsspielraum gelassen hätte und auch in der Auswertung über 600 Millionen (!) verschiedene Wege gegeben habe, wie sie diese auswerten können! Darum habe man weitere Auswertungswege einschlagen müssen, in denen die verschiedenen Analyseverfahren statistisch ebenbürtig bewertet wurden. Am Ende kam das Ergebnis heraus, dass ein verschwindend geringer Zusammenhang zwischen der Zeit, die die Teenager am Handy verbrachten und ihrer Gesundheit besteht. Zu dem Thema Gesundheit, Handy und Teenager brachten auch Forscher in England eine Studie heraus, die den Zusammenhang zwischen Handy und Depressionen bei Mädchen untersuchte. Auch hier war das Ergebnis unzureichend, die Frage stellte sich, was war denn nun zuerst da? Die intensive Handynutzung oder die Depression?

Braucht es wirklich eine wissenschaftliche Studie, um uns zu sagen, welchen gesundheitlichen Stellenwert das Handy für uns hat?

Persönlich stelle ich mir die Frage, ob es wirklich eine Studie geben muss, um festzustellen, dass wir eine ganze Menge Zeit mit unserem Handy verbringen und wir uns ernsthaft einmal unser Handy in die Hand nehmen sollten mit der Frage: Brauche ich wirklich alle Funktionen auf dem Handy, um ein erfülltes gesundes Leben zu führen? Wie kann ich das Handy sinnvoll nutzen und welche Funktionen kann ich entfernen? Wie ist das Handy ein wertvoller Unterstützer und kein weiterer Stressfaktor?

Dazu erhalten Sie hier 5 einfache und effektive Tipps, wie Sie sich schnell wohler im Umgang mit Ihrem Handy fühlen ohne Suchtgefahr und schlechtes Gewissen!

Dabei ist das Wort „Verzicht“ ein neuer Trend! In ist, wer sich auch mit weniger zufrieden geben kann und sich nicht von einem Gerät das Leben vorschreiben lässt! Weg von der Abhängigkeit hin zur bewussten Nutzung des Handys!

Probieren Sie es gleich aus, Sie werden erstaunt sein von dem grandiosen Effekt! Ihr Zeitmanagement wird sich signifikant verbessern!

  1. Wenn Sie Whatsapp / SMS verwenden, löschen Sie täglich Ihre Chats! Detoxen Sie! Raus, was nicht mehr gebraucht wird! Es lenkt Sie sonst nur ab! Weg mit dem, was Ihnen nicht jetzt und heute nützlich ist!
  2. Kommunizieren Sie klar, auf welchen Kanälen Sie wann erreichbar sind! Bleiben Sie dabei konsequent in Ihrer Kommunikation, Sie werden sehen, dass sich sinnlose Gespräche ohne Inhalt auf verschiedenen Kanälen zu allen möglichen Unzeiten schnell von selbst reduzieren!
  3. Lassen Sie bewusst Ihr Handy auch einmal zu Hause, wenn Sie zum Beispiel zum Einkaufen fahren oder zur Post gehen, mit Ihrem Hund rausgehen etc. Schaffen Sie klare Handy-Auszeiten! Wenn Sie es nicht dabeihaben, kommen Sie erst gar nicht in Versuchung „nur einen kleinen Blick reinzuwerfen“, denn das ist ungefähr so, wie zu sagen: „Ich öffne die Chipstüte und esse aber nur 1 einzigen Chip“! Wenn Sie das schaffen, verraten Sie mir den Trick dafür!
  4. Seien Sie ehrlich mit sich und schauen Sie, was an Apps wegkann! Wenn Sie kein Bergsteiger sind, wozu brauchen Sie eine Wetter-App? Gehen Sie raus, wenn Sie Lust dazu haben und nicht, weil die App Ihnen sagt, Sie müssen genau um 11 Uhr noch schnell raus, weil es vielleicht evtl. um 13 Uhr bewölkt sein könnte!
  5. Nutzen Sie die Weckerfunktion Ihres Handys: Beginnen Sie bspw. mit 30 Minuten und legen Sie Ihr Handy weg! Erst wenn der Wecker ertönt, schauen Sie wieder auf Ihr Handy! Davor schalten Sie alle anderen Tonfunktionen Ihres Handys aus! Und am besten installieren Sie noch einen komplizierten Zugangscode, der es Ihnen schwer macht, eben mal nur schnell auf das Handy zu schauen!

Sie werden sehen, die ersten paar Tage werden Sie noch etwas nervös reagieren, wenn Ihr Handy plötzlich ruhiger wird, aber dann werden Sie es herrlich finden, weniger abhängig zu sein. Auch Sie werden ruhiger werden und nicht scheinbar dauerbeschäftigt ständig auf Aktivierungsniveau geschaltet sein! Genießen Sie Ihre neu gewonnene Zeit und gönnen Sie sich dafür etwas Schönes!

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren Heilpraktikerausbildungen:

Dieser Beitrag wurde von Nicole Steckenleiter verfasst. Sie ist Inhaberin der Deutschen Heilpraktikerschule München.

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