Checkup Anatomie: Die Haut

Checkup Anatomie: Die Haut

Checkup Anatomie: Die Haut: In unserer neuen Blog-Reihe Checkup Anatomie möchten wir Ihnen den faszinierenden Aufbau unseres Körpers näherbringen und Sie für die einzelnen anatomischen Strukturen begeistern.

„Das Beste, was man von Reisen nach Hause bringt, ist die heile Haut“ besagt ein persisches Sprichwort. Obwohl in diesem Sprichwort sicherlich die Unversehrtheit des Reisenden gemeint ist, passt die heile Haut dieser persischen Weisheit wiederum perfekt zur Urlaubs- und Reisezeit. Wie die Haut aufgebaut ist und warum wir gerade im Sommer besonders gut auf sie Acht geben sollten, erfahren Sie in diesem Checkup.

Größtes Organ des Menschen

Wenn Sie bisher dachten, die Leber sei das größte menschl. Organ, dürfen wir Sie an dieser Stelle korrigieren. Denn die Haut ist flächenmäßig nicht nur das größte Organ mit ca. 1,7 Quadratmetern, sondern mit einem Gewicht von 10 bis 14 kg auch das schwerste. Stellen Sie sich eine Getränkekiste mit 12 x 1-Liter-PET-Flaschen vor, dann haben Sie eine Ahnung, wie schwer das Organ Haut ist. Faszinierend, nicht!?

Die Haut lässt sich grob in drei Schichten unterteilen

  • Epidermis (Oberhaut)
  • Dermis (Lederhaut)
  • Subcutis (Unterhaut)

Haut und Mondzyklus

Die Oberhaut besteht aus vier Schichten; an den Handflächen und Fußsohlen sogar aus fünf. Eine der untersten Schichten, die Stratum germinativum, produziert aus Haut-Keimzellen regelmäßig neue junge Hautzellen, die sich durch die darüberliegenden Schichten „hocharbeiten“, langsam austrocknen, um dann ca. am 28. Tag als Hautschuppen abzufallen. Dies bedeutet, dass sich unsere Haut einmal im Monat, also alle 28 Tage, erneuert! Dann sage noch einer, der Mond habe keinen Einfluss auf uns und unsere Körper!

Die Dermis besteht vorwiegend aus Bindegewebe und versorgt durch feinste Blutgefäße (Kapillarnetz) die Epidermis, die selbst nicht durchblutet ist. Der Name Lederhaut hat seinen Ursprung bei den Gerbern, da diese Schicht nach dem Gerben das Leder hervorbrachte. Die Dermis ist eine kompakte Schicht, in der wir neben Haarwurzeln, Schweiß- und Talgdrüsen auch Rezeptorzellen finden, die uns u.a. heiß, kalt, Vibration und Schmerz empfinden lassen.

Die unterste Schicht, die Subcutis oder Unterhaut, besteht aus Bindegewebskammern, die mit mehr oder weniger Fettzellen gefüllt sind. Daher sprechen wir auch von Unterhautfettgewebe, das ebenfalls einige Sinneszellen enthält. Die Unterhaut ist entsprechend mit den darunterliegenden Strukturen fest verwachsen, sei es Knochenhaut, Sehnen oder Faszien.

Sommer, Sonne, Strand… und Sonnenbrand

Gehen wir noch einmal gedanklich zurück zum Zyklus der epidermalen Hautzellen: alle 28 Tage bilden sich neue Hautzellen. In der Stratum germinativum befinden sich die Keimzellen der Haut, die im Sommer – wenn die UV-Belastung besonders hoch ist – Schaden nehmen können. Sie ahnen, worauf wir hinweisen möchten: durch UV-Strahlen geschädigte Keimzellen können auch nur geschädigte Hautzellen entstehen lassen, und das alle 28 Tage neu: der Hautkrebs ist in der Entstehung. Wir möchten Ihnen die Freude auf Ihren Urlaub nicht verderben – aber bitte denken Sie nach diesem anatomischen Checkup an einen entsprechenden Hautschutz, damit Sie Ihre heile Haut nach Hause bringen können.

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren Ausbildungen zum Heilpraktiker für Naturheilkunde:

Dieser Beitrag wurde von Heike Wemhoff verfasst. Sie ist Inhaberin der Deutschen Heilpraktikerschule Münster.

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