20 Jahre Deutsche Heilpraktikerschule: Träume werden wahr

20 Jahre Deutsche Heilpraktikerschule: Träume werden wahr

Mein Name ist Kristin Metz. Ich habe im Juni 2014 nach einer Ausbildung an der Deutschen Heilpraktikerschule Leipzig meine Prüfungen bestanden und darf mich seitdem Heilpraktikerin nennen.

Ich wusste schon im Teenageralter, dass ich Heilpraktikerin werden möchte. Damals war ich selbst Patientin und mich hat diese Arbeit fasziniert. Da man für die Prüfung ein bestimmtes Alter benötigt, habe ich mich zunächst für eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA) entschieden. Dieser Job half mir, den Umgang mit Patienten und deren Bedürfnissen zu erlernen.

Circa ein Jahr nach Bestehen meiner Heilpraktikerprüfung bekam ich ein Angebot zur Praxisübernahme. Diese Chance wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und hatte drei Monate Zeit, trotz Vollzeit-Angestelltenverhältnis, alles in die Wege zu leiten. Da ich keinerlei Rücklagen hatte und eigentlich auch keine Zeit, war das aus heutiger Sicht ein sehr naives Unterfangen. Ich beantragte einen Förderkredit bei der SAB. Diese forderte allerdings Eigenkapital, welches ich nicht vorweisen konnte.

Die Sache musste also schief gehen und kostete mich Lehrgeld, sowohl unter wirtschaftlichen als auch psychologischen Gesichtspunkten.

Ich bin für diese Erfahrung trotzdem sehr dankbar, da ich aus dieser Zeit viel gelernt habe und heute viele Dinge entspannter und durchdachter angehen kann.

Auf Umwegen zur eigenen Praxis

Kurz danach hatte mir der Gründer der Deutschen Heilpraktikerschule Michael Bochmann die Chance gegeben, ein Teil des Lehrkörpers zu sein. Zunächst für die Online-Vorlesungen im Online-Campus und später auch im Präsenzunterricht. Eine Aufgabe, die mir als kontaktfreudiger Vielredner wie auf den Leib geschneidert war.

Parallel dazu kam die Firma Bionorica SE auf mich zu und bat mir einen Job auf freiberuflicher Basis an, bei dem ich Apothekenteams zu deren Produkten und zur Kommunikation am Patienten schulen sollte. Da diese Firma nur Phytopharmaka herstellt und eine sehr schöne Philosophie verfolgt, musste ich als PTA, Heilpraktikerin und besagter Vielredner einfach ja sagen.

Diese beiden Jobs ebneten mir den Weg in die Selbständigkeit. Ich erhielt so die Möglichkeit, Geld für die Praxisgründung anzusparen. Ich nutzte die Zeit auch, um verschiedene Weiterbildungen zu besuchen, um später meine Patienten optimal behandeln zu können.

Eine liebe Kollegin und Freundin brachte mir im gleichen Jahr das Vertrauen entgegen und fragte, ob ich während ihrer Abwesenheit in der Praxis zeitweise die Vertretung übernehmen wolle. Natürlich sagte ich ja. So konnte ich den Praxisalltag erstmals kennenlernen.

Die Praxisgründung

Für das Jahr 2017 hatte ich mir nun endgültig die Gründung vorgenommen. Nachdem ich die ersten sechs Monate viele Probleme mit einer Immobilie bzw. deren Besitzer hatte, fand ich im Sommer 2017 meine Traumpraxis in Leipzig-Gohlis.

Den Herbst nutzte ich zum Um- und Aufbau. Im Januar 2018 habe ich die Praxis offiziell eröffnet. Sie erfreut sich nun vielen zufriedenen Patienten.

Zwei Frauen, die mein Berufsbild und mein Angebot ergänzen, nutzen meinen kleinen Praxisraum als Untermieter. Dadurch kann ich meinen Anteil an Miete und anfallenden Kosten geringer halten.  Gerade am Anfang ist das eine angenehme wirtschaftliche Entlastung. Der rege Austausch untereinander bereichert jeden von uns und hilft, auch einmal die Perspektive wechseln zu können.

Wir veranstalten regelmäßig unter eigener Leitung oder auch mit Gästen Themenabende rund um das Thema Gesundheit.

Von der ersten Idee, eine Heilpraktikerpraxis zu eröffnen, bis zur tatsächlichen Gründung sind über 15 Jahre vergangen, in denen das Leben meine Willenskraft und mein Durchhaltevermögen mehrfach auf die Probe gestellt hat.

Heute bin ich glücklich und stolz sagen zu können: Ja, ich habe es geschafft und habe alle Hürden gemeistert. Und ja, das war es wert.

Meine Tätigkeiten als Referentin und Dozentin verfolge ich weiter, da sie zum Praxisalltag eine tolle Abwechslung bieten.

Mein Ziel ist es nun, meine Aktivitäten in der Praxis weiter auszubauen und mein Wissen durch Seminare und Fortbildungen zu erweitern.

Hier finden Sie meine Webseite.

Dieser Beitrag wurde von Kristin Metz, Dozentin für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Naturheilkunde an der Deutschen Heilpraktikerschule Leipzig, verfasst.

 

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