Drei einfache Schritte für mehr Besucher auf der eigenen Praxishomepage

Drei einfache Schritte für mehr Besucher auf der eigenen Praxishomepage

Der Blick in die Besucherstatistik treibt so manche Kummerfalten ins Gesicht. Gerade Heilpraktiker, die erst ihre Praxis eröffnet haben und deren Website neu ist, kennen das Problem. Zwar sind alle Praxis-Leistungen ausführlich beschrieben, aber trotzdem meldet sich noch kein Patient. Unser Absolventen der Heilpraktikerausbildung fragen uns oft, wie der Start der Praxis gelingt. Deshalb bieten wir an vielen Standorten entsprechende Seminare an. Wie die eigene Performance der Praxiswebsite verbessert werden kann, verrät uns Andreas Paersch. Er ist Gründer und Herausgeber der Online-Plattform „Netzwerk Grünkraft“ sowie Marketing-Experte und Dozent unseres „Powertag Marketing“ an der Deutschen Heilpraktikerschule.

Andreas, du bist mit dem Online-Magazin „Grüne Smoothies“ gestartet und betreibst nun das „Netzwerk Grünkraft“. Erzähl uns doch bitte etwas über die Geschichte.

Grüne Smoothies war der ursprüngliche Namensgeber meiner Online-Plattform. Hier stellte ich am Anfang Wissenswertes, Rezepte und Bücher rund um das „grüne Zaubergetränk“ vor. Ich baute zur richtigen Zeit mit dem richtigen Thema eine Plattform auf, die sich quasi von allein mit Themen füllte. Es kamen immer wieder Gastautoren auf mich zu, die mir Artikel zur Veröffentlichung bereitstellten und so dazu beitrugen, dass sich das Wissensangebot stetig vergrößerte. Daraus entwickelte sich die Idee für das „Netzwerk Grünkraft“.

Das Netzwerk stellt ein umfangreicheres Angebot rund um Nachhaltigkeit und Gesundheit dar und hat das alte Magazin abgelöst. Netzwerk symbolisiert dabei die angenehme Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den vielen Gastautoren, ohne die ein solches Online-Magazin überhaupt nicht möglich wäre. Und Grünkraft geht zurück auf die Benediktinerin, Kräuterexpertin und Universalgelehrte Hildegard von Bingen, die hierbei die Grundkraft beschreibt, die in der ganzen Natur innewohnt.

Welche Empfehlung gibst du Heilpraktikern, um mehr Besucher auf die eigenen Onlinepräsenz zu lenken?

Die Suchmaschinenoptimierung spielt hier eine wesentliche Rolle. Wenn die Website über Google oder andere Suchmaschinen gefunden werden soll, ist es wichtig eine genaue Vorstellung von Wunschkunden und deren Fragestellungen zu haben. Im Fachjargon wird dies als Buyer Personas bezeichnet. Auf deren Wünsche kann dann ein passgenaues Angebot entwickelt werden. Und dabei sollte berücksichtigt werden, dass der potentielle Patient oft in Eile ist und bei der Suche mit einem schnellen Ergebnis rechnet. Hierbei kann eine unübersichtliche Seitengestaltung, die keine Linienführung einhält, viele verschiedene Schriftgrößen, zu vielen Farben den Besucher schnell zur Konkurrenz treiben.

Was kann getan werden, um Kunden online besser anzusprechen?

In der Regel will der Besucher zuerst einmal Freude daran haben, sich zu informieren und umzuschauen. Von einem reinen Leistungskatalog mit vielen Abkürzungen und Fremdwörtern rate ich ab. Kurze, informative Texte können Interesse auslösen. Die Leistungen, die mich von anderen Praxen unterscheidet, sollten ganz oben stehen. Denn mit diesem einzigartigen Verkaufsvorteil grenze ich mich von meinem Wettbewerb ab. Größtes Problem auf vielen Websites – nicht nur von Heilpraktikern – ist aber der fehlende CTA. CTA bedeutet Click to Action. Click to Action ist die Aufforderung, dass der Besucher einer Website aktiv eine Handlung ausübt. Zum Beispiel Kontakt aufnimmt oder eine Bestellung aufgibt. Die Leistungsbeschreibung und der Preis erleichterten in der Regel auf die Kontaktaufnahme, je genauer das Angebot beschrieben ist, desto höher ist die Chance, dass sich der potentielle Patient dafür entscheidet.

Was kann der Heilpraktiker noch tun, um seien Präsenz zu verbessern?

 Ich rate zur Prüfung, ob es Internetseiten, Portale oder Foren gibt, auf welchen die Fragestellungen des Wunschkunden im Vordergrund stehen. Hier kann die Chance entstehen, sich mit einem guten Beitrag zu platzieren und über Verlinkungen auf die eigene Website zu verweisen und das Suchergebnis zu stärken. Bei allen Veröffentlichungen ist es ratsam den Blick des Kunden nicht zu verlieren. Der Text sollte Informationen bereitstellen, die ein Problem des Lesers lösen. Nutzwert ist hier das Schlüsselwort. Ich rate dazu, den Artikel so zu schreiben, dass der Leser ihn mit Begeisterung an seinen Freundeskreis „weitergibt“: so kann der Heilpraktiker mit seinen Leistungen von Social Media profitieren.

Vielen Dank für das Interview.

 Andreas Paersch unterstützt als Marketing-Berater Selbständige aus den „grünen Berufen“ dabei, eine nachhaltige und erfolgreiche Kunden-Kommunikation aufzubauen. Seit Herbst 2015 ist er mit den Arbeitsgebieten Online-Marketing & Social Media Marketing selbständig tätig. Seit 2003 fokussierte er seinen Arbeitsschwerpunkt auf das Thema Marketing – zuerst mit eigener Unternehmensberatung, dann als Marketing-Verantwortlicher einer Frankfurter IT-Beratungsgesellschaft. Davor war er viele Jahre in den Branchen „Finanzdienstleistungen Automotive“ und „Transport und Logistik“ als Controller, Financial Analyst, Produktmanager und Consultant eingesetzt.

Folgende Standorte bieten für Heilpraktiker, die ihr Praxis neu eröffnen Seminare an:

Leipzig – Praxisführung & Marketing
Bensheim – Powertag Marketing
Bamberg – Endlich Heilpraktiker – was nun?
Mülheim/Duisburg – Existenzgründerabend
Aschaffenburg – Praxiseröffnung

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