Infoabend in Trier/Wittlich über Spielsucht

Infoabend in Trier/Wittlich über Spielsucht

Infoabend in Trier/Wittlich am 28. Januar 2017 über Spielsucht

Am 28. Januar, 18:00 – 20:00 Uhr findet an der Deutschen Heilpraktikerschule in Trier/Wittlich ein Infoabend zum Thema „Spielsucht“ statt. Unser Schulleiter Bernd Thomas Falkenhagen zeigt auf, wie Spielsucht erkannt wird und wie Freunde und Familie damit umgehen können. Am Standort Trier/Wittlich findet seit 2014 die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie und für Naturheilkunde statt. Das Thema „Erkennen von Suchtverhalten“ spiel in der psychotherapeutischen Ausbildung eine Rolle.

Anzeichen, die auf eine Spielsucht hinweisen

Neben Vermutungen und Ahnungen in der Familie und dem Bekanntenkreis gibt es Zeichen, die darauf hindeuten, dass jemand spielsüchtig ist. Oft macht der Betroffene den Eindruck, als würde er etwas verheimlichen. Zeitmangel und grundlose Vernachlässigung des persönlichen Umfelds sind ebenfalls Indikatoren für eine Spielsucht. Unzuverlässigkeit, Stimmungsschwankungen und Belügen des Umfelds, um das Spielverhalten geheim zu halten, weisen ebenfalls auch eine mögliche Spielsucht hin. Eine Spielsucht geht mit erheblichen finanziellen Belastungen einher – vor diesem Hintergrund leihen sich die Betroffenen Geld innerhalb der Familie und dem Freudenkreis.

Was steckt dahinter – Spielsucht verstehen

Die treibende Kraft des Spielsüchtigen ist es, einen entstandenen Verluste im Alltag wieder auszugleichen. Dies ist ein Grund, um berufliche Termine abzusagen und auch sonstige Verabredungen nicht einzuhalten, nur um als Süchtiger am Roulettetisch oder beim Automaten sitzen zu können. Das Bestreben – ohne Glücksspiele zu leben – folgt häufig nach einem verlustreichen Spiel. Ohne fremde Hilfe scheitern diese Versuche jedoch nach wenigen Tagen oder Wochen. Das Bestrebungen mit dem Spielen aufzuhören, wird begleitet von dem Glaubenssatz „Ich kann aufhören, wenn ich es wirklich will“. Steht allerdings wieder ausreichend finanzieller Spielraum zur Verfügung , so wird noch exzessiver gespielt. Das Erfolgsgefühl und Erleben während des Spielen stumpft im Laufe der Zeit immer stärker ab. Die Dosis muss erhöht werden, sodass pathologische Spieler sehr häufig eine höhere Risikostufe wählen und noch mehr Geld einsetzen.

Im Umkehrschluss richtet sich alles wieder in Richtung Privatleben. Familiäre Konflikte, versäumen der Arbeit und so weiter. Für den Angehörigen kann es unangenehm sein, aber man muss die Problematik sprechen. Der Leidensdruck ist gleichermaßen hoch, jedoch kann die Familie oder Freunde nur die unterstützende Hand für die Zukunft reichen. Die Einsicht des pathologischen Spielers folgt nicht selten erst einige Zeit später.

Freunde und Familie fragen sich in dieser Zeit häufig: Wie gehe ich mit diesem Problem um und wie verhalte ich mich richtig?

Das Spielen wird mit in das Verhaltensmuster integriert, gleichzeitig wird das Spielverhalten zum Problem, da die Spieler sich zurückziehen und/oder frühere Interessen verlieren. In der Kommunikation kommt es zu Vorwürfe und Auseinandersetzungen zwischen Partnern oder mit Angehörigen. Weitere Auslöser für die Spielsucht können sein: berufliche Veränderungen, Verlusterlebnisse durch Tod naher Angehöriger bzw. Freunden, verschiedene Übergangsphasen im Lebenszyklus (Geburt eines Kindes, Auszug der Kinder, Pensionierung), Krankheit, Unfall, fehlende Perspektiven beruflicher oder privater Art, Konfliktsituationen in Familie oder Partnerschaft oder finanzielle Notsituation.

All dies können Auslöser sein, dennoch fällt es den meisten Angehörigen schwer, sich aus der Co-Abhängigkeit zu lösen. Lügen z.B. für den Betroffenen, um ihn bei anderen zu entschuldigen oder geben doch wieder nach und stellen Gelder zur Verfügung, nur um für den Moment selbst eine Erleichterung in dieser verfahrenden Situation zu haben.

Es ist ratsam professionelle Beratung/ Betreuung hinzuzuziehen, wenn man merkt nicht mehr allein Herr über die Problematik zu werden.

Wo können sich Betroffene hinwenden?

Erste Anlaufstelle für die Betroffenen und deren Angehörigen sind meistens Beratungsstellen, die über Spielsucht und ihre Behandlungsmöglichkeiten informieren. Einige Beratungsstelle bieten auch ambulante Entwöhnungstherapien an. Hilfreich ist, wenn der Betroffene mit seiner Zustimmung sich in die Spielersperrliste der jeweiligen Spielhallen vor Ort eintragenzulassen, durchgeführt wird dies von der Spielhallenaufsicht. Somit wird gewährleistet, dass der Spielsüchtige ein Hausverbot ausgesprochen bekommt und sofort der Spielhalle verwiesen wird, sobald er diese betritt. So sieht es das Spielerschutzgesetz vor. Auf ausdrücklichen Wunsch tritt auch der Präventionsberater der jeweiligen Spielhalle mit den Betroffenen in Kontakt.

Infoabend über Spielsucht in Trier/Wittlich

Unser Schulleiter Bernd Thomas Falkenhagen ist Heilpraktiker. Die Schwerpunkte seiner Praxistätigkeit sind: Schmerztherapie, psychologische Beratung, Krisenintervention und lösungsorienierte Kurzzeittherapie. Herr Falkenhagen berichtet am 28. Januar von 18:00 – 20:00 Uhr über das Thema Spielsucht und über die Ausbildung zum Heilpraktiker.

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