Ein gesundes Immunsystem beginnt im Darm

Ein gesundes Immunsystem beginnt im Darm

Im Volksmund wird oft gesagt „Hör auf Deinen Bauch“. Wie viel Wahrheit darin liegt, erkennt mittlerweile auch die Wissenschaft. Es gibt jede Menge wissenschaftliche Studien und Untersuchungen zu unserem Darm und seinen Bewohnern, ca. 1,5 kg Bakterienteppich (Darmflora), welcher in Symbiose mit unserem Darm und so auch mit uns lebt.

Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Leaky-Gut-Syndrom sind heute in aller Munde und nehmen stetig zu, aber warum? Wussten Sie schon, dass der Darm unser zweites Gehirn ist? Das sogenannte „Bauchhirn“.

Etwas Evolutionsgeschichte

Unser Bauchhirn, oder wissenschaftlicher ausgedrückt das „Enterische-Nervensystem“ war vor unserem Kopf da und das spiegelt sich auch heute noch wieder. So hat unser Kopf bei den eigentlich lebenswichtigen Verdauungsprozessen rein gar nichts zu sagen. Unser Gehirn wird über die Bauch-Hirn-Achse nur grob über die aktuelle Lage informiert und kann auch nur über diese Achse Einfluss auf unseren Darm nehmen. Und trotzdem viel Unheil anrichten. Gerade Stress setzt dem Darm und seinen Bewohnern sehr stark zu, es kommt zu sogenannten nervösen Darmerkrankungen, z. B. das Reizdarm-Syndrom. Zum Vergleich – es tritt drei Mal häufiger auf als Diabetes. Häufig kommt es beim Reizdarm zu einer Vielzahl von Symptomen, zu denen sich dann Unverträglichkeiten und Allergien sowie Infektanfälligkeit gesellen. Kennen Sie jemanden der so etwas hat?

Kommen wir noch einmal zurück zu den Darmbewohnern: Das Zusammenleben der Mikroorganismen ist ebenso komplex wie das des Menschen. Grob kann man unsere Darmbakterien in drei Charaktertypen einteilen:

1. Die Fäulnisbakterien (das sind die, die immer rumstänkern)

Selbstverständlich haben diese auch einen wichtigen Zweck zu erfüllen. Jedoch sollten sie nicht Überhand nehmen, da sie in großer Zahl krankheitserregend wirken.

2. Die „Fähnchen im Wind“ sind neutrale Bakterien, die sich nach der aktuell dominanten Gruppe richten.

3. Die Aufbauenden – es gilt diese zu fördern

Sie unterstützen unser Immunsystem, produzieren Vitamine, begünstigen die Serotoninproduktion und nehmen viele weitere Aufgaben wahr. Die Anregung der Produktion von Serotonin ist in diesem Zusammenhang besonders interessant, denn Serotonin ist nicht nur bei Depressionen ein wichtiger Marker, sondern vor allem ein Neurotransmitter, welcher für die Kommunikation unserer Zellen zwischen Bauch und Gehirn sehr entscheidend ist (Stichwort Bauch-Hirn-Achse). Des Weiteren ist es auch an der Steuerung des Immunsystems maßgeblich beteiligt. Ein Zusammenhang zwischen Depressionen und Störungen der Darmflora wird heute als gesichert angesehen. Bei Depressionen fehlt Serotonin häufig auch im Darm.

Wie können wir jetzt in der Praxis unsere Darmflora ganzheitlich unterstützen?

In diesem Webinar möchten wir Sie gerne über diese Punkte und besonders über neue Ergebnisse zum Thema Leaky-Gut-Syndrom und seine Folgen informieren. Im Mittelpunkt des Webinars steht unser Biosa Immun-Darm-Stärkungsprogramm, ein Therapiekonzept für Ihre erfolgreiche tägliche Praxis.

Foto: @ TLFurrer / istockphoto.com

Dieser Beitrag wurde von Esther Wimmer, Dozentin des Webinars Immunsystem – den Darm stärken an der Deutschen Heilpraktikerschule München, verfasst! Weitere Informationen finden Sie unter: http://biosa.de/

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