Düfte in der Psychotherapie

Düfte in der Psychotherapie

Fast jeder hat schon einmal die Wirkung ätherischer Öle erfahren oder sich an ihrem angenehmen Duft erfreut. Gerade jetzt in der Adventszeit spüren wir die Wirkung der Düfte ganz besonders… vermitteln die Aromen der Weihnachtsgewürze Vanille, Zimt, Anis, Nelke und Kardamom doch fast jedem ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit.

Welche Erinnerungen werden geweckt, sobald der Duft von frischer Tanne durch die Wohnung zieht, wenn der Weihnachtsbaum aufgestellt wird? Und wer kennt nicht den befreienden Duft von Eukalyptus im Erkältungsbalsam oder den Duft von Lavendel oder Melisse im Entspannungsbad?

Anregend, stimmungsaufhellend oder entspannend – Wirkungsvielfalt von Düften

Es gibt sehr viele verschiedene ätherische Öle und neben ihrem zumeist intensiven Duft beinhalten sie eine Vielzahl weiterer Inhaltsstoffe, die bei fachgerechter Anwendung verschiedene körperliche Beschwerden lindern können. Auch auf unser seelisches Befinden wirken ätherische Öle – mal anregend, stimmungsaufhellend oder entspannend und beruhigend.

Düfte können noch viel mehr

Die feinen Nerven unseres Riechsinnes sind direkt mit dem limbischen System im Gehirn verbunden – ohne Umwege erreichen Gerüche oder Düfte den Teil unseres Gehirns, der für Emotionen, Stimmungen und Gefühle zuständig ist. Düfte können auf diesem Wege Zugang zu unserer Gefühlswelt finden, die sich unter unserem kognitiven Bewusstsein verborgen hält.

Diese Wirkung der Düfte auf die Gefühle der Menschen schafft eine Möglichkeit ins Innerste zu schauen und zu fühlen. Lange vergessene oder verloren geglaubte Empfindungen, Gefühle oder Erinnerungen… bei jedem Menschen wirken die Düfte ganz individuell, berühren oder wecken ganz unterschiedliche Themen. Ganz unverfälscht entwickelt sich eine Kommunikation zwischen Duft und Gefühl.

Wie geht das in der Praxis?

Ein erfahrener Therapeut wählt in einfühlsamer Zusammenarbeit mit dem Patienten gezielt Düfte aus, welche die ganz individuellen Bedürfnisse des Patienten unterstützen. Durch die aktive Mitwirkung des Patienten lässt sich ein Dialog auf Augenhöhe führen, stets begleitet von Achtsamkeit und der Wahrnehmung der eigenen Kompetenz. So entstehen – immer der Nase nach – einzigartige Duftmischungen.

Bevor die Düfte gereicht werden, wird im Gespräch das Thema herausgearbeitet. Auch wird festgelegt, welche Erwartungen der Patient an die Duft-Behandlung hat. Soll der Duft unterstützend wirken, soll er Entlastung bringen oder sollen bestimmte Empfindungen verstärkt oder gemindert werden – es kann auch möglich sein, dass ein Patient einen Duft wünscht, der ihn in ganz bestimmten Situationen unterstützt.

Die Form der Anwendung ergibt sich meist während der Arbeit mit den Düften. Der Patient hat dann oft eine ganz klare Vorstellung, wie er den ausgewählten Duft (es kann auch eine Mischung aus mehreren Düften sein) einsetzen möchte.

In der Therapie werden ausschließlich naturreine ätherische Öle eingesetzt. Dabei sollten die Therapeuten stets firmenunabhängig arbeiten und auf gute Qualität achten. Die Anwendung der duftenden Öle ist keine eigenständige Therapie und kein Ersatz für eine benötigte psychotherapeutische Behandlung, allerdings kann sie als Unterstützung in der Psychotherapie eine wertvolle Hilfe sein und wichtige Impulse geben.

Autorin des Textes Frauke Adams (Heilpraktikerin für Psychotherapie). www.frauke-adams.de

Start Heilpraktikerausbildung für Psychotherapie

Am 16. März 2018 startet am Standort Deutsche Heilpraktikerschule Sauerland die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Individuelle Beratungsgespräche können mit dem Schulleiter Marcus Ziegler vereinbart werden.

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