Das Schönste am Beruf der Heilpraktikerin für Psychotherapie!

Das Schönste am Beruf der Heilpraktikerin für Psychotherapie!

Ja, was genau ist das Schönste an meinem Beruf, werde ich oft von meinen SchülerInnen gefragt.

Für mich ist das Wertvollste an meiner Arbeit, dass ich mich ständig selbst erfahre. Mit jedem Klienten, mit jeder Klientin, die zu mir kommt, kommen neue Themen auf mich zu. Manchmal sehen Themen ähnlich oder sogar gleich aus, doch sobald die Arbeit tiefer geht, zeigen sich verschiedene Facetten, die jeden Menschen einzigartig machen.

Oft kommen KlientInnen zu mir, die sagen: „Ich habe eine Angststörung.“ Das ist für mich so ähnlich, als würde jemand sagen: Ich habe einen Österreicher als Partner.

Ja, wen genau? Einen Wiener, einen Grazer oder einen Tiroler? Für mich gibt es da große Unterschiede. Und wenn man konkret wird, zeigt sich, dass auch ein Wiener nicht so ist, wie der andere, und der dritte Wiener vielleicht ähnlich wie der Grazer ist, oder dem Tiroler mehr ähnelt als einem anderen Wiener.

Was will ich damit sagen? Gibt es keine „Angststörung“, die man HABEN kann?

Nein, es gibt keine Angststörung, die man haben kann.

Es gibt Symptome, die zusammengefasst als Angststörung diagnostiziert werden, jedoch nur einige Symptome sind, die diesem Menschen innewohnen.

Was gibt es bei diesem Menschen noch, wenn wir genauer hinschauen?

  • Hat er oder hat sie immer Angst?
  • Was genau ist „Angst“ für diese Person?
  • Ist es immer das gleiche, wovor sie oder er Angst hat?
  • Was hat sie oder was hat er, wenn er keine Angst hat? Freude, ein Gefühl des Friedens, der Ruhe, oder vielleicht Traurigkeit, Wut oder Ärger?

Ich liebe es, als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Schulleiterin der Deutschen Heilpraktikerschule Saarland die Diagnosekriterien des ICD 10 genau zu kennen, um damit zu arbeiten. Zu wissen, dass es niemals NUR Symptome gibt, und dass niemand diese Symptome IST. Niemand IST ein Depressiver, ein Schizophrener oder ein Angstgestörter.

Und niemand HAT Depressionen, Schizophrenie oder eine Angststörung.

Jeder, der zu mir kommt, ist in erster Linie ein Mensch.

Ein Mensch, der wegen widrigen oder schwierigen Umständen, meist in der Kindheit, Strategien gefunden (oder erfunden) hat, um in diesem Umfeld bestmöglich überleben zu können.

Diese Strategien nennt man heute psychische Störungen.

Ich nenne es gerne Leistung, manchmal sogar Höchstleistung. Und oft auch „Zeichen“. Angst ist ein Zeichen, dass irgendetwas gesehen werden will. Es liegt meist hinter dieser Angst.

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie darf ich genauso mit meinem Klienten sprechen, denn ich muss keine Befunde für die Krankenkasse schreiben. Das liebe ich an meinem Beruf.

Ich liebe es, zu lernen, welche unglaublichen Strategien der menschliche Organismus sich einfallen lassen kann, um zu überleben. Und ich liebe es, mit meinen Methoden, vielen Menschen helfen zu können, indem ich sie dabei unterstütze, zu akzeptieren, was ist. Denn erst dann können sich Dinge ändern …

Ich liebe es auch, zu wissen, dass es kompetente Neurologen und Psychiater gibt, die mitunter genau die richtige Medikation vornehmen können, um meinen KlientInnen rasch aus einer extremen Lage heraus zu helfen.

Ich sehe uns HeilpraktikerInnen für Psychotherapie als ein Bindeglied zwischen den Psychiatern, den Psychologischen Psychotherapeuten und den Menschen. Oft sind wir die erste Anlaufstelle, weil es schneller Termine bei uns gibt als bei Kassentherapeuten, oft auch die letzte Anlaufstelle, wenn schon so viel versucht wurde, und noch ein letzter Versuch im alternativen Bereich unternommen wird.

Auch das ist das Schönste an meinem Beruf. Dass ich mit jedem Menschen, der zu mir kommt, genau das tun darf, was dieser Mensch und ich gemeinsam als das Richtige herausfinden.

Wer heilt hat recht, sagt man gerne in USA.

Ich liebe es, Menschen unterstützen zu dürfen, ohne auf gewisse Methoden beschränkt oder eingeschränkt zu sein.

Vielleicht habe ich dich mit diesem Beitrag motiviert, selbst HP PSY werden zu wollen oder dich mit deinem Thema vertrauensvoll an einen HP PSY zu wenden.

 

Kontakt: kontakt@eva-nitschinger.de

Mehr über meine Arbeit und meine Methoden findest du auch in meinem Podcast: Selbstliebe & Vertrauen: https://www.eva-nitschinger.de/podcast-2/

Meine Schule befindet sich in Saarbrücken und im März 2019 startet der nächste Kurs. Der nächste Infoabend findet am 5. Februar 2019 statt. Klicke hier für mehr Informationen.

Herzlichst, Eva

 

Dieser Beitrag wurde von Eva Nitschinger, Inhaberin der Deutschen Heilpraktikerschule Saarland, verfasst.

 

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