7 Tipps wie Sie á la Carl Rogers als Therapeut erfolgreich mit Ihren Patienten arbeiten!

7 Tipps wie Sie á la Carl Rogers als Therapeut erfolgreich mit Ihren Patienten arbeiten!

Sie absolvieren gerade die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie und der erste Anflug der Euphorie ist vorbei, denn Sie merken, gut zuhören können und Talent und Interesse für die Arbeit als Therapeut zu haben ist wunderbar, aber wie funktioniert das denn nun mit dem Therapieren? Was mache ich denn als Therapeut mit meinem Klienten? Wie trete ich meinem Klienten authentisch und professionell entgegen? Wie gestalte ich denn den therapeutischen Prozess?

Unsere Empfehlung an Sie…!

Die Deutsche Heilpraktikerschule München empfiehlt ihren Kursteilnehmern, eine gesunde Grundlage für ihre Arbeit am Klienten zu schaffen. Dazu eignet sich hervorragend die personenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers, denn Mittelpunkt dieser Arbeit ist die Klienten-Therapeuten-Beziehung.

Wer war Carl Rogers?

Dazu entwickelte Carl Rogers, ein amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut, in den 40er Jahren die nicht direktive Gesprächspsychotherapie und trug damit maßgeblich zu einer gravierenden Weiterentwicklung der humanistischen Psychotherapie bei.

Carl Rogers schuf mit seiner Therapieform eine wunderbare wertschätzende Atmosphäre, im Vordergrund steht die grundlegende menschliche Haltung, die nicht nur das A und O einer erfolgreichen Therapie darstellt, sondern die Basis aller Bereiche der zwischenmenschlichen Kommunikation!

Der Therapeut nimmt eine achtsame Haltung des sensiblen Zuhörens und Verstehens ein, dabei bleibt der Therapeut in seiner Haltung echt und authentisch und schafft einen Raum der Vertrautheit und Akzeptanz. Vor allem gesteht er seinen Patientinnen zu, dass sie alles in sich tragen, was es für ihre Heilung oder Weiterentwicklung benötigt.

Carl Rogers schreibt dazu: „Die sensible Fähigkeit zu hören, die tiefe Befriedigung gehört zu werden, die Fähigkeit echter zu sein, die ihrerseits größte Echtheit beim andern bewirkt und eine entsprechend größere Freiheit, Liebe zu geben und zu empfangen – dies sind meiner Erfahrung nach die Elemente, die zwischenmenschliche Kommunikation wertvoll und bereichernd machen.“

Was können Sie konkret als Therapeut tun in Ihrer Sitzung?

Carl Rogers sagt dazu: „Empathisch zu sein, bedeutet, die Welt durch die Augen der anderen zu sehen und nicht unsere Welt in ihren Augen.“

Tipp Nr.1: Entwickeln Sie die Fähigkeit, um Selbstverwirklichung erreichen zu können. Dazu sollten Sie einfühlsam sein und die Perspektive Ihrer Klienten einnehmen!

Ein kontrovers diskutiertes Zitat von Carl Rogers sagt dazu weiter: „Weder die Bibel, die Propheten noch die Offenbarungen Gottes oder der Menschen. Nichts hat Priorität gegenüber der Erfahrung.“

Was ist damit gemeint?

Tipp Nr. 2: Nur wir selbst haben die Anleitung zu unserem Leben und diese beruht auf unseren selber gemachten Erfahrungen! Als Therapeut achten Sie den Weg, den Ihr Klient eingeschlagen hat, dies macht Ihr Klient aus einem bestimmten Grund, den nur Ihr Klient kennt, auch wenn es ihm meist (noch) nicht bewusst ist! Behandeln Sie Ihren Klienten als Individuum und mit Respekt! Auch wenn es Ihnen in den Fingern kribbeln sollte, Ihren Klienten „auf den vermeintlich richtigen Pfad führen zu wollen“, gestehen Sie ihm sein Recht zu, seine eigenen Erfahrungen machen zu dürfen! „Kein Ansatz, der sich auf Wissen, auf Training, auf die Annahme irgendeiner Lehre verlässt, kann auf Dauer von Nutzen sein. Haltung ist entscheidend nicht Worte“, schreibt Carl R. Rogers dazu.

Dieser Prozess hat auch etwas mit Akzeptanz des Andersseins zu tun! Dazu sagt Carl Rogers: „Das seltsame Paradoxon ist, dass, wenn ich mich so akzeptiere wie ich bin, ich die Möglichkeit erlange, mich zu verändern.“

Tipp Nr. 3: Beginnen Sie zu akzeptieren als Basis für jeglichen Wandel! Beobachten Sie sich selber, finden Sie heraus, wer Sie sind und lernen Sie sich detailliert kennen. Und vor allem hören Sie auf, etwas bekämpfen zu wollen und beginnen Sie dafür Frieden zu schließen, mit wohlwollenden Augen Ihre Macken und Ticks zu betrachten, entwickeln Sie ein liebevolles Auge dafür und akzeptieren Sie das Anderssein, somit öffnen Sie die erste Türe für Veränderung! Seien Sie mutig und Sie selbst! Carl Rogers sagt dazu: „Ich fühle mich glücklicher, nur weil ich ich selbst bin und andere sie selbst sein lasse.“

Tipp Nr. 4: Sie sind, wie Sie sind! Leben Sie Ihr Leben und nicht das eines anderen! Wenn Sie authentisch zu dem stehen, was Sie wirklich aus vollem Herzen möchten, dann leben Sie ein ehrliches Leben, wie Sie es möchten!

Dazu sollten Sie Gefühle zulassen! Hier sagt Carl Rogers:  „Es geht nicht darum, die Gefühle aus dem Kopf zu bekommen oder sie darin zu verstecken, sondern darum, sie mit Akzeptanz zu durchleben.“

Tipp Nr. 5: Fragen Sie Ihre Gefühle, welche Botschaft Sie Ihnen mitgeben wollen! Solange Sie Ihre Gefühle unterdrücken, werden sie sich immer und immer wieder ein neues Ventil suchen, notfalls auch über Ihren Körper und Sie entwickeln körperliche Beschwerden! Unterstützen Sie Ihre Klienten in diesem Prozess, entdecken Sie gemeinsam die Blockaden und Widerstände und blinden Flecken! Und zeigen Sie mit Ihrer Wertschätzung und Ihrem Respekt einen Weg auf in vertrauensvoller Atmosphäre, sodass Ihre Klienten eine Art der Toleranz gegenüber dem Anderssein und der anfänglichen Unsicherheit entwickeln können.

Carl Rogers sagt dazu, dass Angst und Unsicherheit unsere ständigen Begleiter sind. „Ich weiß, dass ich, wenn ich stabil, umsichtig und statisch wäre, im Tod leben würde. Daher akzeptiere ich die Verwirrung, die Unsicherheit, die Angst und die emotionalen Höhen und Tiefen. Denn das ist der Preis, den ich für ein lebendiges, verwirrendes und aufregendes Leben zu zahlen bereit bin“.

Tipp Nr. 6: Entwickeln Sie weitere Stärken und Ressourcen! Lernen Sie, Gedanken loszulassen und flexibel auf Höhen und Tiefen reagieren zu können! Das ganze Leben ist ein Lernen und entwickelt sich ständig weiter. Das ganze Leben besteht aus Erfahrungen und Prozessen! Carl Rogers sagt dazu: „Der Mensch, der gebildet ist, ist derjenige, der lernt zu lernen.“

Tipp Nr. 7: Hinfallen ist keine Schande, es gilt, aus Fehlern zu lernen, sich zu öffnen für neue Erkenntnisse und gewillt zu sein dazuzulernen, um sich dann dementsprechend ändern zu können. Bleiben Sie neugierig und bestärken Sie Ihre Klienten darin, den Mut zu entwickeln, sich mit Freude selbst zu reflektieren und dadurch Veränderungen zulassen zu können.

Carl Rogers war nicht nur ein Psychotherapeut, sondern auch ein Stück weit Philosoph und Menschenfreund; immerzu fragte er sich: Wie kann ich eine Beziehung herstellen, die dieser Person für ihr persönliches Wachstum nutzt?

Es ist nicht weniger als die Grundlage jedes erfolgreichen Psychotherapeuten und für das therapeutische Setting so elementar wie heutzutage unser Telefon.

In unserem Fachseminar Gesprächstherapie nach Rogers Basiskurs lernen in einem geschützten Seminarrahmen, Erfahrungen in vollständiger Wertschätzung zu machen. Somit können Sie sich in allen Rollen – als Klient, Therapeut, Patient – erfahren und erhalten wertvolle Impulse für Ihre persönliche Weiterentwicklung als Heilpraktiker für Psychotherapie! Außerdem haben Sie sogleich auch noch eine anerkannte Therapiemethode für Ihre mündliche Prüfung vor den Amtsärzten.

Dieser Beitrag wurde von Nicole Steckenleiter verfasst. Sie ist Inhaberin der Deutschen Heilpraktikerschule München.

Kommentar verfassen

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.