Melanie Gorspott – erfolgreich selbstständig nach der Heilpraktikerausbildung

Melanie Gorspott – erfolgreich selbstständig nach der Heilpraktikerausbildung

Seit über 17 Jahren ist Melanie Gorspott im Bereich der Beratung und Therapie tätig – sechs Jahre davon als Leiterin einer Leipziger Familienberatungsstelle. Im Jahr 2013 wagte Sie den Schritt in die Selbständigkeit und gründete Ihr eigene Beratungspraxis mit den Schwerpunkten Gesundheitsförderung, Entspannung und Stressbewältigung sowie für Systemische Therapie und Beratung.

Melanie Gorspott war Schülerin an der Deutschen Heilpraktikerschule und wir haben uns mit ihr über ihren Weg und die Ausbildung unterhalten.

Bitte schildere kurz deine berufliche Entwicklung?

Ich habe mich schon immer für die beratende Arbeit mit Menschen interessiert und nach meinem Sozialpädagogik-Studium schnell gemerkt, dass mir das sehr liegt und Freude macht. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus mein Interesse am therapeutischen Arbeiten, weshalb ich eine Zusatzausbildung zur Systemischen Therapeutin machte. Dies war eine wunderbare Erweiterung meiner Kompetenzen und  ist eine Therapieform, die gut zu mir passt.

Schließlich interessierte mich angesichts des hohen Stresslevels in der Gesellschaft sowie meiner eigenen Erfahrungen und Beobachtungen auch das Thema Entspannung und Stressbewältigung. So machte ich eine Ausbildung zur Entspannungstherapeutin und etwas später eine weitere zur Meditationslehrerin. Mit diesen Qualifikationen arbeite ich seit Jahren erfolgreich und zufrieden in meiner Praxis.

Was bewegte Dich, die Heilpraktikerausbildung zu beginnen?

Ich war schon immer sehr an Fortbildungen interessiert, doch schließlich reizte mich die Vorstellung, nicht nur Beratung/Coaching, sondern auch Therapie anbieten zu können. Auch mein Wissen zu psychischen Erkrankungen zu vertiefen und zu erweitern, fand ich sehr wertvoll. Dieses konnte ich meinem Erfahrungswissen aus jahrelanger Beratungstätigkeit mit psychisch kranken Menschen und ihren Familien hinzufügen.

Welche Erkenntnisse konntest Du zu deinem bisherigen Wissen durch die Ausbildung ausbauen und erweitern?

Ich habe das gelernt und reflektiert, was ich gern „Schulwissen“ nenne und was in der Psychologie/Psychiatrie derzeit als aktuell gültiger Standart des Fach-Wissens sowie der Behandlung psychisch kranker Menschen angesehen wird. Ich selbst habe dazu auch meine ganz persönlichen Ansichten, aber die Theorie zu lernen und sich damit auseinander zu setzen, fand ich sehr wichtig und hilfreich für meine Arbeit.

Warum ist Entspannung und Stressbewältigung so wichtig?

Weil unsere derzeitige Art zu leben ein Maß an Geschwindigkeit, Informationsfülle, Wertewandel, Unsicherheit und „Kopflastigkeit“ erreicht hat, welches die meisten Menschen weit von sich selbst entfernt. Immer mehr Menschen können Ruhe und Nichtstun schwer aushalten. Vor allem steht der Kopf oft nicht mehr still und dazu kommen Ängste, innere Unruhe und viele Sorgen um die Kinder, den Arbeitsplatz und die Zukunft usw.

Körperliche und psychische Symptome sind die Folge, welche sich zumeist wieder verringern, wenn Menschen sich erlauben, innezuhalten und Ruhe zu finden. Ein Entspannungskurs oder Meditation können helfen, sich dauerhaft gegen Stressbelastungen zu wappnen und wieder mehr Lebensfreude zu erlangen. Ein Stressbewältigungskurs trägt dazu bei, den eigenen Umgang mit dem Stress genauer unter die Lupe zu nehmen und Strategien für Gelassenheit und eine bessere Stressresistenz zu erlernen.

Was sind „falsche“ Glaubenssätze, die Betroffene oft in Stress und Belastung treiben?

Richtig oder falsch – wir alle haben förderliche und hinderliche Glaubenssätze in uns, die uns belasten oder entlasten können. Alle Menschen haben Überzeugungen bzw. eine bestimmte Sich auf sich selbst entwickelt, die vor allem aus der Kindheit und Jugend stammen, wo die stärkste „Prägung“ passiert. Nun ist es so, dass die meisten Menschen eher negativ wirkende Glaubenssätze entwickelt haben und sich selbst sehr kritisch betrachten, z.B. „Ich muss perfekt sein!“, „Ich muss beliebt sein“ oder „Ich muss stark sein!“. Wenn diese Glaubenssätze zu stark sind, dann kann genau dies zu einer höheren Stressanfälligkeit beitragen. Dies zu verändern, ist unter anderem Inhalt meiner Kurse.

Daneben habe ich in meinen Beratungen und Coachings die Möglichkeit, individueller mit Menschen an ihren Themen zu arbeiten. Neben Einzelberatungen kommen auch viele Paare und ganze Familien zu mir, um ihre Probleme zu lösen. Aber auch hier sind Stressbelastungen oft Thema und tragen zu verschiedenen Schwierigkeiten im Leben bei.

Welche Verfahren/Methoden helfen Dir am besten zu entspannen? Welchen Rat gibst Du deinen Klienten?

Ich rate meinen Klienten oft, in sich hinein zu spüren, um herauszufinden, was ihnen gut tut. Dazu gehört z.B. mal die Gedanken Gedanken sein zu lassen und eher auf den Bauch zu hören, wie man so schön sagt. Ich versuche, vor allem die Selbstfürsorge zu stärken und den Menschen in gewisser Weise beim „herunterfahren“ und zu helfen, um mehr Klarheit über sich und ihr Leben bzw. ihre Lebenssituation zu erlangen.

Ich selbst entspanne mich am besten durch Meditation – da gibt es so viele Formen, bewegte und unbewegte. Aber auch einige Übungen aus der Progressiven Muskelrelaxation oder dem Autogenen Training wirken nach jahrelanger Praxis sehr schnell und sicher.

Welche Entwicklungen siehst Du im Gesundheitsmarkt?
Wird das Thema Stress und seelische Gesundheit noch mehr an Bedeutung gewinnen?

Das Thema Stress und seelische Gesundheit wird an Bedeutung gewinnen müssen, denn der Stresslevel unserer Gesellschaft steigt stetig. Vor allem kommen meiner Erfahrung nach immer mehr junge Menschen mit ihren Lebensanforderungen nicht mehr genügend zurecht. Auch Angststörungen und Depressionen sind auf dem Vormarsch, nicht zuletzt auch Burnouts.

Welchen Tipp würdest Du Heilpraktikeranwärtern geben, wenn um die Auswahl einer Heilpraktikerschule und die Prüfungsvorbereitung geht?

Ich rate Anwärtern dazu, sich Zeit zu nehmen, viele Erfahrungen zu sammeln – vor allem durch Praktika im psychosozialen Bereich. Es genügt nicht, nur das Wissen parat zu haben. Wer mit Menschen an ihren psychischen Belastungen arbeiten möchte, sollte außerdem seine eigenen Themen und psychischen Besonderheiten kennen und aufarbeiten.

Bei der Auswahl der Schule habe ich auf Empfehlungen von Bekannten und Kollegen gehört und das hat sich als richtig erwiesen für mich. Auch das Vorgespräch hat sehr dazu beigetragen, mich für die Deutsche Heilpraktikerschule zu entscheiden.

Für die Prüfung lernen bedeutet für mich: Augen zu und durch. Ich habe mir Zeit für das Lernen reserviert und hoffe, dass dann bei der Prüfung alles so klappt, wie ich es mir vorstelle.

Mehr über Melanie Gorspotts Praxis finden Sie hier >>>

Heilpraktikerausbildung Psychotherapie

Die Deutsche Heilpraktikerschule bietet drei Ausbildungen an. Heilpraktiker für Naturheilkunde, Heipraktiker für Psychotherapie und Ganzheitlicher Heilpraktiker. In der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie – besonders gern von Yoga-, Medidations- und Entspannungscoaches ausgewählt – werden in Blockseminaren die aktuellen wissenschaftlichen Inhalte der Psychotherapie vermittelt. Die Mischung aus Praxisrelevanz und Theorie stehen bei allen Störungs- und Krankheitsbildern im Mittelpunkt. Die Ausbildung findet in festen Gruppen statt, so dass über die zweijährige Ausbildung eine geschütze Bezugsgruppe entsteht. Auch die Schulung von Empathie und Beziehungsfähigkeit nehmen viel Zeit in der Ausbildung in Anspruch. Die Prüfungsvorbereitung – in Form des Repetitoriums – ist ein fester Bestandteil der Ausbildung. Beratungsgespräche zur Ausbildung können jederzeit unverbindlich vereinbart werden.

 Dieser Beitrag wurde von Kati Fritzsche verfasst.

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